Blackout-Vorsorge Stadtgemeinde Feldbach

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Was wäre wenn plötzlich der Strom ausfällt? Wenn kein Licht mehr geht, kein Handy, kein Internet, keine Heizung, kein Bankomat und keine Tankstelle? Unser tägliches Leben ist völlig von der Stromversorgung abhängig. Die Stadtgemeinde Feldbach arbeitet im Zuge der KEM eine umfassende Blackout-Strategie aus: Was kann man als Vorsorge tun? Wie kann man sich auf ein Strom-Blackout vorbereiten?

Projektinhalt und Ziel

Das Vorsorge-Modell der Stadtgemeinde Feldbach wird in einem Stufenplan umgesetzt. Die Stufe 1 stellt die Prävention – die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema – dar. Bei der Stufe 2 werden technische Lösungen entwickelt. Die Stufe 3 beinhaltet weitreichendere Projekte zur Black-out-Vorsorge, welche nicht nur den Stromsektor betreffen.

Ziel ist es, eine Sensibilisierung in der Bevölkerung, bei Gewerbebetrieben und bei Landwirten herbeizuführen. Was wäre, wenn der Strom für 1, 2, 3 oder gar 5 Tage ausfällt? Was funktioniert im Haus ohne Strom? Welche Leistung ist für eine Notversorgung notwendig? Pakete zur Notstromversorgung – für unterschiedlichste Zielgruppen – wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und EVUs geschnürt. In jeder Gemeindezeitung widmet sich eine Seite dem Thema. In der Gemeinde, in Haushalten und Betrieben sollen Systeme installiert werden, um für ein großflächiges Strom-Blackout gewappnet zu sein.

Projektablauf

Die Projektplanung startete im Oktober 2016. Initiiert wurde das Projekt von Ing. Josef Ober, dem Bürgermeister der Stadtgemeinde Feldbach. Ein Expertenteam bestehend aus regionalen EVUs, Elektrobetrieben, dem Zivilschutzverband Steiermark, einem Energieplanungsbüro und dem Black-out-Experten Herbert Saurugg wurde gegründet. Gemeinsam wurde das Vorsorge- Modell der Stadtgemeinde Feldbach ausgearbeitet, welches einen Stufenplan von der Bewusstseinsbildung über die Entwicklung technischer Lösungen bis hin zu weitreichenderen Projekten umfasst.

Mit der Bewusstseinsbildung wurde im Jänner 2017 begonnen. Eine Start-Veranstaltung wurde im Veranstaltungszentrum Feldbach organisiert. Mehr als 400 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung von Bgm. Ober. In einem weiteren Schritt wurden Vorträge in allen 6 Ortsteilen der Stadtgemeinde Feldbach organisiert (März/April 2017).

Parallel dazu wurden technische Lösungen für unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen entwickelt. Diese umfassen Pakete für Haushalte, gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe. Vor-gestellt wurden die Pakete im Rahmen der Info-Veranstaltungen.

Mit Juni 2017 startete eine Reihe in der Gemeindezeitung. In jeder Gemeindezeitung widmet sich eine Seite der Blackout- Vorsorge.

Den nächsten Schritt stellt die Umsetzung der entwickelten Lösungen dar (2018/2019).

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Kosten: nicht bekannt;

Finanzierung: hauptsächlich durch die Stadtgemeinde Feldbach;

Einsparungen: aktuell noch keine, durch die breite Bewusstseinsbildung ist davon auszugehen, dass vermehrt Photovoltaikanlagen mit Stromspeichersystemen installiert werden.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

nicht bekannt

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Erfolge:
Die insgesamt 7 Info-Veranstaltungen wurden sehr gut von der Bevölkerung angenommen. Die Start-Veranstaltung am 30. Jänner 2017 wurde von mehr als 400 Personen besucht. Bei den Vorträ-gen in den Ortsteilen waren im Schnitt 40 Personen dabei.

Das Feedback der Bevölkerung war äußerst positiv. Mehrere Haushalte und Betriebe überlegen, eine Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher zu installieren.

Jede Gemeindezeitung widmet sich auf ein bis zwei Seiten dem Thema „Blackout-Vorsorge in der Stadtgemeinde Feldbach“.

Hindernisse:
Die Investition in eine Blackout-Vorsorge ist mit einem finanziellen Aufwand verbunden.

Nachhaltige Perspektiven

Das Stromversorgungssystem in Österreich ist eines der sichersten und zuverlässigsten Netze weltweit. Trotzdem kann ein Stromausfall nicht ausgeschlossen werden. So nimmt die Cyber-Kriminalität laufend zu. Der Klimawandel führt zu Extremwettereignisse und Naturkatastrophen.

Mit dem Blackout-Vorsorge-Modell der Stadtgemeinde Feldbach wollen die Gemeindeverantwortlichen die Bewohner gezielt darauf vorbereiten und sensibilisieren. Denn, sollte das Blackout tatsächlich eintreten, läuft einem die Zeit davon. Nur gut vorbereitete Städte und Regionen sind innerhalb weniger Stunden/Tage in der Lage, ein funktionierendes Notversorgungssystem aufzubauen.

Modellregions-Manager

foto karl puchas
Ing. Geschäftsführer Puchas Karl

     43-3152-8575/505
     puchas@lea.at

Berufliche Laufbahn

Leiter bzw. Geschäftsführer der Lokalen Energieagentur seit 1996, Energieberater: F-Kurs, WIN-Konsulent, klima:aktiv Kompetenzpartner, Dipl. Energie Autarkie Coach, Dipl. Energie- und CO2-Manager, Dipl. Consultant für Erneuerbare Energie, NÖST-Kompetenzknoten Biogas, Befähigungsprüfung Ingenieurbüro Installationstechnik und Unternehmensberatung, Masterstudium „Energie Autarkie Engineering und Management“, Donauuniversität Krems, HTBL-Weiz Maschinenba


Ort
Feldbach
Öffnungszeiten
Mo-Do: 8 bis 17 Uhr, Fr: 8 bis 12 Uhr

„Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Bewusstseinsbildung der Bevölkerung. Jeder Bürger soll sich überlegen, welche Geräte möchte ich im Falle von einem großflächigen Stromausfall weiterbetreiben und was brauche ich dafür?“

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