MühlFerdl E-Car Sharing

Unter Carsharing versteht man die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges durch mehrere NutzerInnen. Carsharing-Autos sind eine optimale Ergänzung zu allen Mobilitätsangeboten. MühlFerdl E-Car Sharing ist ein regionsübergreifendes Carsharingprojekt mit ausschließlich E-Autos. Aktuell sind 17 MühlFerdl´n zu gleichen Konditionen in den KEM´s Freistadt, uwe, Sterngartl/Gusental und Donau-Böhmerwald unterwegs.

Modellregion:


Ansprechperson:

Norbert Miesenberger
07941/21222-77
Projektinhalt und Ziel

Festgelegte Ziele:
Anzahl der NutzerInnen pro Fahrzeug zu Projektstart und nach einem Jahr Projektdauer
Anzahl der gebuchten Stunden je Fahrzeug nach einem Jahr
Anzahl der Sponsoren und Höhe des Sponsor Beitrages zu Projektstart

Erfolgsfaktoren:
Die NutzerInnenanzahl und die Zahl der gebuchten Stunden sowie die Anzahl der Sponsoren und die Sponsoring Beiträge ent-sprechen bzw. übertreffen die Zielsetzungen.

Projektablauf

Mithilfe eines KEM-übergreifenden Leitprojektes wurde 2015/2016 die Basis für MühlFerdl E-Car Sharing geschaffen und in Folge das Konzept ausgearbeitet. Die Umsetzung des Projektes startete 2016. Am Beginn standen jede Menge Termine auf Gemeinde- und Regionsebene, sowie mit den regionalen Stromnetzbetreibern. Es galt interessierte Gemeinden zu finden, die einerseits eine E-Tankstelle (2 x 11 kW) errichten und 2 Parkplätze (einer für den E-Car Sharing Betrieb und einer der öffentlich zugängig ist) zur Verfügung stellen und zugleich auch noch selbst Nutzer des E-Car Sharing Modells werden. Ebenso sollten die Gemeinden natür-lich auch bei der Bewerbung des Modells helfen. Weitere wichtige Ansprechpartner waren die örtlichen Energiegruppensprecher, die durch eigene Treffen in das Projekt eingebunden wurden und bei der NutzerInnen-Akquise eine wichtige Rolle übernahmen. Von Anfang an in das Projekt eingebunden war der EBF-Vorstand. Schließlich hatten die Vereinsvertreter auch über die Anschaf-fung der E-Autos zu entscheiden. Unabdingbar für die Umsetzung des Gesamtprojektes waren die Bundes- und Landesförderpro-gramme für die Errichtung von E-Ladestellen, der Anschaffung von E-Autos (im öffentlichen Interesse) sowie für die Einführung von E-Car Sharing Systemen. Nicht zuletzt war auch die Bereitschaft von ca. 50 regionalen KMU´s und des regionalen Netzbetrei-bers LINZ AG mittels vierjährigen Sponsoring das Projekt zu unterstützen, ein Meilenstein in der Projektumsetzung. Wie schon oben erwähnt sind derzeit in Summe 17 MühlFerdl im Einsatz. 12 davon werden vom EBF betrieben und befinden sich in dessen Besitz. Das Projekt E-Car Sharing MühlFerdl ist ein stetig wachsendes und deshalb noch nicht abgeschlossen. Seitens des EBF werden in den Folgejahren noch weitere E-Autos den MühlFerdl-Fuhrpark vergrößern. Ähnliche Überlegungen gibt es auch in der KEM Donau Böhmerwald. Während der Erstellung des Leitprojektes wurden Mitarbeiter vom VCÖ, der ÖBB, den Grazer Stadtbe-trieben und VertreterInnen von E-Wald in Deutschland in die Konzepterstellung eingebunden.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Für die Anschaffung der ersten 11 E-Autos wurden 2016 in Summe Netto € 200.000,- ausgegeben
Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln bzw. über ein Bankdarlehen
Seitens des Bundes wurden je E-Auto € 4.500,- gewährt
Das Land OÖ. hat die Einführung von E-Car Sharing in Gemeinden mit € 3.000,- unterstützt
Für die laufende NutzerInnen- Akquise bzw. für Marketingmaßnahmen wurden aus Leadermitteln in Summe € 20.000,- an Unter-stützung zur Verfügung gestellt
Die Amortisationszeit ist auf 4 Jahre angelegt

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

120 Tonnen in 4 Jahren (ausschließlich die 11 E-Car Sharing Autos des EBF berücksichtigt (Quelle Umweltbundesamt).

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Bei 2/3 der E-Car Sharing Autos entsprechen die NutzerInnenzahl bzw. die Auslastung der Fahrzeuge den gesetzten Zielsetzungen. Beim restlichen Drittel liegt die NutzerInnenanzahl bei 8 Personen – hier bedarf es noch weiterer Anstrengungen um die Auslas-tung zu verbessern und die gesetzten Ziele zu erreichen. Ein E-Carsharing Standort wurde aufgrund zu geringer NutzerInnen-Anzahl aufgelassen und das frei werdende Auto in der Stadtgemeinde Pregarten für E-Carsharing zur Verfügung gestellt. Ähnli-ches ist durchaus noch bei 2 weiteren Standorten denkbar.

Das Projekt wurde bei der Ausschreibung des VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht.

In Regionalzeitungen und Gemeindenachrichten wurde das Projekt schon mehrfach dargestellt.

Eigene Trailer im ORF Heute bzw. im Mühlviertel TV wurden in der ersten Jahreshälfte 2017 gesendet

Es gibt eine eigene Projektwebsite: https://www.muehlferdl.at/

Die Marke MühlFerdl ist in der Bevölkerung der KEM schon gut verankert und wird auch sehr positiv aufgenommen.

Gemeinden die mit der Errichtung von E-Ladestellen für E-Bikes bzw. deren Verleih negative Erfahrungen gemacht haben, zögern bei der Umsetzung von E-Car Sharing Modellen

Nachhaltige Perspektiven

Es war gescheit auf eine Marke zu setzen – die Bekanntheit wächst damit ungemein – es muss nicht in jeder Gemeinde das Rad neu erfunden werden.

Umsetzungsprojekte zum Angreifen werden generell gut angenommen

Die Gewinnung von regionalen Sponsoren für das Projekt ist sehr gut gelaufen

Die Umsetzung des Projektes hat auch in Gemeinden, in denen vorerst kein MühlFerdl installiert wurde, die Errichtung von 2 x 11 kW E-Ladestellen bewirkt. Das zur Verfügung stehende E-Lade-Netz hat sich damit in der KEM enorm verbessert.

Das Projekt hat den Bekanntheitsgrad der KEM und des EBF intern sowie extern gesteigert.

Modellregions-Manager



"Ein Auto zu nutzen und es nicht zu besitzen ist das Motto jedes Carsharing-Betreibers. Mit MühlFerdl E-Car Sharing stellen wir allen NutzerInnen eine sehr günstige Alternative zum Zweit- oder Drittauto zur Verfügung. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es kein Sparziergang ist NutzerInnen für das zur Verfügung gestellte Angebot zu gewinnen. Ist jemand jedoch dann einmal Nutzer von MühlFerdl E-Car Sharing sprechen die Vorteile von selbst für sich. Beispielsweise ist ein Vorteil, dass jede NutzerIn jeden MühlFerdl nutzen kann."

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