Exklusiv E-Tankstelle Seeboden am Millstätter See

Im Herbst 2018 wurde in Seeboden am Millstätter See die neue Exklusiv E-Tankstelle eröffnet, die in punkto Einfachheit, Betriebskomfort, Design und modernster Technik höchste Qualität zu bieten hat.

Mit der ersten Schnellladestation der Region steht allen FahrerInnen von Elektrofahrzeugen ein umfas-sendes öffentliches Ladeangebot zur Verfügung. Mit insgesamt 4 Ladesäulen für PKWs mit allen gängi-gen Steckertypen und 8 Komfortstellplätzen für Fahrräder wird ein sichtbares Zeichen zur Förderung der Elektromobilität gesetzt.
Es sind an den Ladesäulen auch bereits Ladekabel vorhanden und das Hantieren mit dem eigenen Lade-kabel entfällt. Besonders wichtig ist das offene Bezahlsystem, so kann direkt mit Bankomatkarte oder Kreditkarte abgerechnet und Strom bezogen werden. Eine Registrierung oder Mitgliedskarte, wie dies bei anderen Ladesäulen üblich ist, ist nicht erforderlich.

Errichter und Betreiber der Anlage ist die Firma Astra III GmbH, für die sich die Errichtung einer E-Tankstelle in ein Gesamtkonzept einfügt. Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen auf nachhaltige Energieversorgung ausgerichtet. Mit insgesamt sieben Bioheizwerken in ganz Kärnten (u.a. der Standort in Seeboden), weiteren drei Beteiligungen an Heizwerken und einer Biogasanlage werden mittlerweile zahlreiche Kärntner Haushalte biologisch und CO2-neutral mit Energie versorgt. Regionale Wertschöpfung und Qualität gelten als wesentliche Erfolgsgaranten.

Projektinhalt und Ziel

Als Ziel wurde die Verbesserung der öffentlich zugänglichen E-Ladeinfrastruktur definiert. Durch die neue Anlage konnten vier neue Ladeplätze für PKWs und acht Komfortstellplätze für Fahrräder errichtet werden.

Projektablauf

Anfang 2018 gab es eine erste Interessensbekundung des örtlichen Fernwärmebetreibers, um eine E-Ladestation in der Marktgemeinde Seeboden am Millstätter See zu errichten. In diesem Zuge erfolgte ein Erstgespräch mit Gemeindevertretern, bei der grundlegende Rahmenbedingungen erörtert wurden. Nach einer Prüfung von mehreren möglichen Standorten hat sich allmählich der Umsetzungsstandort herauskristallisiert. Letztendlich waren noch Vertragseinzelheiten festzulegen, da das Grundstück im Eigentum der Marktgemeinde steht und die Anlage von einem Projektpartner errichtet und betrieben werden sollte. Die Systemwahl erfolgte recht eindeutig auf das Ladesystem der Firma AAE. Einerseits war ein offenes Bezahlsystem (mit jeder Bankomatkarte) Voraussetzung und anderseits war auch der regionale Bezug gegeben. Auch der KundInnenkomfort wurde seitens des Betreibers großgeschrieben. Neben dem offenen Bezahlsystem gibt es auch Ladekabel mit allen gängigen Steckertypen. Auch eine Überdachung der Anlage wäre gewünscht – hier gibt es jedoch noch keine endgültige Festlegung in Abstimmung mit der Gemeinde.

Neben dem technischen Knowhow des Errichters und Betreibers wurden detaillierte Informationen und Erfahrungen der Firma AAE in das Projekt eingebracht.

Die Umsetzung erfolgte dann äußerst kurzfristig, da in diesem Bereich ohnehin Baumaßnahmen geplant waren und über die Sommermonate in der Marktgemeinde ein Bauvorbot gegeben ist.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Abwicklung durch externen Projektpartner, daher liegt der KEM keine exakte Kostenaufstellung vor. Laut Betreiber wurden aber rund € 120.000,-- investiert. Eine Förderung wurde im Rahmen der KPC-Förderungen beantragt. Um eine KEM-Förderung (erhöhte pauschale Förderungsobergrenzen) konnte nicht angesucht werden, da aufgrund der kurzfristigen Umsetzung die KEM-Förderungsrichtlinien noch nicht verfügbar waren und bei dieser Förderung eine Antragstellung vor Projektbeginn zu erfolgen hat.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Keine Berechnungen vorhanden

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Das Projektziel der verbesserten Infrastruktur konnte vorbildlich erreicht werden. In einem weiteren Schritt gilt es natürlich noch die Auslastung nach Möglichkeiten zu verbessern. Dies ist einerseits durch die Entwicklungen bei den Neuzulassungen zu erwarten anderseits sollen noch weitere Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gesetzt werden.
Das Projekt wurde für den Regionalitätspreis der Kärntner Woche eingereicht.
Zur Eröffnung wurden die regionalen Medien geladen, die auch entsprechend darüber berichteten. Weiters wurde in den Gemeindezeitungen ausführlich über die Anlage informiert. Im Zuge der Wave-Trophy (E-Mobil Rallye) wurde beim Zwischenstopp in Seeboden die Anlage vorgestellt. Auch auf der Webseite der KEM-Region sind entsprechende Informationen verfügbar und eine Eintragung auf den wesentlichen Webportalen mit Infos über E-Ladestationen wurde veranlasst.

Nachhaltige Perspektiven

Durch den externen Errichter und Betreiber konnte binnen kürzester Zeit ein derartiges Vorzeigeprojekt umgesetzt werden. Aus Sicht der KEM-Region und der Gemeinden war diese Form der Umsetzung und Kooperation eine optimale Voraussetzung, zumal seitens der Gemeinde eine Umsetzung ohne externen Betrieb in dieser Form sehr wahrscheinlich nicht möglich bzw. nicht mehrheitsfähig gewesen wäre. Ins-besondere, da sich Gemeinden in der Regel nicht als Betreiber von derartigen Anlagen sehen.

Motivationsfaktoren

Im Anschluss an das Projekt wird die Umsetzung von weiteren Anlagen in den beiden weiteren KEM-Gemeinden der Region geprüft.

Modellregions-Manager

KEM Georg Oberzaucher
DI Oberzaucher Georg

     43-699-18228800
     georg.oberzaucher@nockregion-ok.at

Berufliche Laufbahn

Architekturstudium TU-Graz

Selbständig – Ingenieurbüro für Innenarchitektur, Bauplanung, Gebäudeenergie, Barrierefreiheit

Zertifizierte Energieberatung und Energieausweisberechnung


Öffnungszeiten
Nach telefonischer Vereinbarung

"Diese Vorzeigeanlage erhöht einerseits die Alltagstauglichkeit von E-Fahrzeugen und ist anderseits auch in touristischer Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Durch die laufend steigende Zahl an Neuzulassun-gen kann diese Zielgruppe nicht mehr außer Acht gelassen werden. Darüber hinaus sind E-AutobesitzerInnen sehr gut miteinander vernetzt und empfehlen dementsprechend gut erschlossene Regionen in ihrem Umfeld weiter."

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