Fahrrad(ay)

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Freude am Radfahren ist nur mit einem gut funktionierenden Fahrrad möglich. Statt das Fahrrad mit dem Auto in die weit entfernte Fachwerkstätte bringen zu müssen, kommt in Gosau jeden Frühling eine mobile Servicestation in den Ort. Während der Reparatur können Mountainbikes, E-Bikes, E-Rollers und E-Autos besichtigt und großteils getestet werden. Außerdem berichten regionale Energiepioniere über ihre Erfahrungen mit ökologischen Energiesystemen.

Projektinhalt und Ziel

Radfahren hat immer Saison - besonders in den warmen Jahreszeiten. Aber was nützt ein Fahrrad, wenn es nicht fahrtüchtig ist oder schlecht eingestellt ist? Diese Frage stellte sich der Verein „Energie Zukunft Gosau“ (EZG). Um das Fahrrad in Schuss bringen zu lassen musste bisher in den 20km entfernt gelegenen Nachbarort gefahren werden, um zu einer Fachwerkstätte zu gelangen. Den eines ist klar: Nur wer ein gut funktionierendes Fahrrad besitzt wird es regelmäßig benützen!


Das EZG-Team organisiert nun jährlich den „Fahrrad(ay)“ in Zusammenarbeit mit einigen Bikegeschäften und -händlern, sowie der Klima- und Energiemodellregion WEIS und dem Tourismusverband Inneres Salzkammergut. Die Gosauer Bevölkerung hat nun jedes Jahr im Frühling die Möglichkeit ihr Fahrrad an einer mobilen Servicestation kostengünstig auf Vordermann bringen zu lassen.


Während die Besucher auf ihre Fahrradreparatur warten wird dafür gesorgt, dass diese Zeit zum einmaligen Erlebnis wird. Es gibt viele attraktive Zusatzprogramme. Neben einem Infostand zu Energiethemen können Mountainbikes, E-Bikes und E-Roller getestet werden. Außerdem können Elektro- und Hybrid-Autos besichtigt werden und regionale E-Pioniere werden vor den Vorhang geholt, um über ihre Erfahrungen mit erneuerbaren Energiequellen im Salzkammergut zu berichten nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!
Der ursprünglich zweijährig geplante Fahrrad(ay) wurde in der Bevölkerung von Beginn an mit Begeisterung aufgenommen. Da die Besucher eine jährliche Durchführung forderten, kamen die Organisatoren dem natürlich gerne nach.

Projektablauf

Die regionale EGEM-Energiegruppe „Energie Zukunft Gosau“ hatte diese außergewöhnliche Idee des Fahrrad(ay)s und holte sich Unterstützung bei der Klima- und Energiemodellregion WEIS bzw. dem mehrgemeindigen Tourismusverband. Regionalmanager Hansjörg Schenner und sein Team waren von Beginn an von dieser Idee begeistert und unterstützen jährlich diese Aktion organisatorisch und finanziell.

Nachhaltige Perspektiven

Wenn die Gosauer Bevölkerung mit den Fragen „Gibt´s den Fahrrad(ay) nächstes Jahr auch wieder?“ oder „Wann ist denn wieder das Fahrradlrichtn?“ an die Organisatoren herantritt, ist das die beste Bestätigung für den Erfolg des Farrad(ay)s. Dieses Projekt verleitet die Gosauer die alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und sie ersparen sich die Fahrten zur Fahrradreparatur. Dadurch werden der Abgasausstoß und der Lärm im Tal reduziert. Außerdem schärft es das ökologische Bewusstsein und regt zur sportlichen Betätigung an. Der rasante Anstieg der Besucher zeigt, dass durch mündliche Weiterempfehlung ein Schneeballeffekt entstehen kann.

Weitere Nachbargemeinden planen bereits dieses Konzept zu übernehmen.

Motivationsfaktoren

Der Ort Gosau ist umgeben von Bergen und zieht sich über eine Länge von 10 Kilometer. Er liegt in der Welterberegion und zählt zu den schönsten Tälern Österreichs. Der Individualverkehr nimmt stetig zu, da auch kurze Wege mit dem Auto erledigt werden. Da die Talsohle sehr flach ist, können diese Strecken auch mit dem Fahrrad mühelos zurückgelegt werden. Mit diesem Projekt sollten die Räder der Talbewohner wieder revitalisiert werden, damit sie regelmäßig genutzt werden.

Modellregions-Manager

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Ing. Schenner Hansjörg

     43-6135-7240/20
     h.schenner@rhv.at

Berufliche Laufbahn

Ing. Hansjörg Schenner: HTL Chem. Betriebstechnik, Ausbildung zum kommunalen Klimaschutzbeauftragten


Ort
Bad Goisern am Hallstättersee

"Dieses Projekt aus Gosau zeigt anschaulich, wie aus einer kleinen Idee eine nachhaltige Veranstaltung wurde, welche aus dem Gemeindeleben der Bewohner nicht mehr wegzudenken ist. Das ist Bürgerbeteiligung im ursprünglichsten Sinn."

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