Klima-Kulturradpfad

Die RadKlimaEnergiewendeTour und der BioRadGenussKlimaPfad radeln uns durch die KEM Terra Amicitiae entlang der großen Gegensätze und des großen Miteinanders, nicht nur kulinarisch, sprachlich und landschaftlich, auch energiewenderisch und klimawandelanpasserisch, beradeln Passivhaus, großes Umspannwerk und Gas-/Ölpipelines, überradeln schwermetall verseuchter Böden, unterradeln riesige Strom-Freileitungen (die gehören doch in die Erde?) vorbeiradeln am gigantischen Verschiebebahnhof und Öltanklager, gemütlichradeln von Bio-Hof zu Bio-Hof ...

Modellregion:
"Terra Amicitiae"

Ansprechperson:

Karl Kofler
+43 650 388 11 10
Projektinhalt und Ziel

Im Mittelpunkt der Kulturradpfade stehen der Mensch und das Bemühen, Zugänge zur Kultur zu erweitern und Erfahrungsräume anzubieten. In diesem ganzheitlichen Verständnis kultureller Bildung begreifen wir den Menschen im Zusammenspiel seiner kognitiven, sinnlichen, emotionalen und ästhetischen Aneignungsweisen. Mittels Fahrrad »erfährt« ehmm »erradelt« man und frau die Landschaft und gleichzeitig »erfährt« ehmm »erradelt« die Beobachtenden Wissenswertes bzw. verborgenes Wissen aus der Kulturgeschichte der Umgebung. In diesem Fall von der KEM Terra Amicitiae mit den Bestrebungen des Ausstiegs aus der fossilen Energie, Vorzeigeprojekten im Bereich Erneuerbare Energie, Klimawandelanpassungen, heilende und geistige Energiekraftorte, Zersiedelung und Bereiche der höchsten Transit-Infrastrukturdichte Österreichs, Ernährung als unterschätzter Aspekt der Klimaschutzdiskussion und das Zusammenbringen der lokalen Erzeuger von biologischen Lebensmitteln mit den Konsumierenden.

Mit diesem Projekt wird versucht Bewußtseinsbildung und Sensibilisierung zu KEM-Themen voranzutreiben und die Bevölkerung unter einem anderen Aspekt mit dem Klima-/Energie-Thema und der Mobilität zu tangieren und schon geschehene Leistungen der KEM Terra Amicitiae sichtbar zu machen. Der schwer erfassbare Bereich der Ernährung und ihrer lokalen Erzeugung wird mittels klimafreundlicher Bewegung durch Zeit (zumindest der Tageszeiten Morgen-Mittag-Abend) und Raum näher gebracht. Klimaschonende Bewegung mittels Fahrrad macht trotzdem hungrig und gemütliches Beisammensein und gemeinschaftlicher Verzehr von Lebensmittel stärkt das soziale Gefüge und bietet Zeit in persönlichen Gesprächen mehr von einander zu erfahren und die Anliegen der KEM zu vermitteln.

Als Zielgröße wurden zumindest 10 Teilnehmende pro Klima-Kulturradpfad festgelegt.

Projektablauf

Im Feber 2016 wurde das Anliegen an den KEM MRM herangetragen. Im März musste schon die Durchführung mit Beschreibung der Klima-Kulturradpfade festgelegt werden. Durch die organisatorische Unterstützung vom Verein Impulse bzgl. Streckenlänge und Ablauf und inhaltlich Beratung durch das Klimabündnis Kärnten und BIO-Austria bzgl. möglicher interessanter Themen konnten vom KEM MRM Verweilorte mit klima-/energierelevanten Themen entwickelt werden und so zwei Klima-Kulturradpfade ausgewiesen werden. Der RadKlimaEnergiewendeTour fand Ende Mai und der BioRadKlimaGenussPfad fand Anfang Juli statt.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Systemkosten des Kooperationspartners mußten übernommen werden, damit die KEM Terra Amicitiae sich an die bestehende Veranstaltungsreihe anhängen konnte (ca. 10€ pro Person) und die Übernahme der Verköstigung, da dies in der Programmreihe so festgelegt war. Da als Referent der KEM MRM verpflichtet wurde und keine weiteren ExpertInnen hinzugezogen wurde, waren die anfallenden Kosten sehr gering. Bei eigener Umsetzung reichen die anfallenden Kosten von 0€ (Selbstorganisation und Eigenverpflegung bis ca. 1.000€ (ExpertInnenhonorar und gemütlicher Ausklang). Da die Kulturradpfade kein Investionsprojekt sondern als Bildungs- und Sensibilisierungsprojekt ausgelegt sind, findet die Amortisation über Verhaltensänderungen in der Bevölkerung und Umwegwertschöpfung statt.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Für beide Exkursion gilt in Summe eine prognostizierte CO2 Einsparung zwischen 189kg und 821kg.

Wenn als Vergleich eine Exkursion mit Bus bzw. Privat-PKWs herangezogen wurde, könnten im Falle der Klima-Kulturradpfade gegenüber einer Exkursion mit Bus bei öffentlicher Anreise ca. 189kg eingespart werden, bei Anreise mit PKW und Exkursion mit Bus 821kg CO2 und gegenüber einer Exkursion mit Privat-PKWs (mit typischer Belegung bei der Anreise und untypische 5er Belegung bei der Exkursion) ca. 521kg.

Darüberhinaus können bei Projekten zur Sensibilisierung und Bewußtseinsbildung leider keine direkt nachweisbaren CO2-Einsparungen ausgewiesen werden.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Mit rund 30 Teilnehmenden wurde das Ziel mit 10 Teilnehmende pro Klima-Kulturradpfad überschritten. Der BioRadGenussKlimaPfad wurde der Termin mit Anfang Juli ein wenig unglücklich festgelegt und auch von der Streckenführung (hügelig bis bergig) als zu ambitioniert ausgewählt.

Flickzeug und Verbandszeug sollten immer mitgeführt werden.

Nachhaltige Perspektiven

Die zwei Klima-Kulturradpfade werden in der Weiterführung der KEM wieder angeboten mit sich ändernden Streckenführungen. Es sollte so mit der Zeit ein Netz an Klima-/Energie-Themenradwegen entstehen. Darüberhinaus wird angedacht diese Klima-Kulturradpfade auch für Schulklassen anzubieten und eventuell permanent als touristisches Angebot als auch für die Bevölkerung anzubieten mittels App oder klassisch mit "interaktiven Schautafeln".


Bei der Wahl der Strecken sollte auf die unterschiedlichen Radfähigkeiten bedacht genommen und Strecken von leicht bis herausfordernd angeboten werden. Starke Straßen sollten weitmöglichst vermieden werden (Anm.: außer sie dienen als Anschauungsobjekte). Sehr gut angenommen wurden Wege, die landschaftlich viel bieten und bei der Bevölkerung nicht so bekannt sind wie z.B. Schleichwege.

Motivationsfaktoren

Die vom Verein Impulse organisierten Kulturradpfade dienten als Anregung und Vorlage. Die Themenvorgabe lieferte das Klimabündnis Kärnten.

Modellregions-Manager

DI Reinitzhuber Bernhard

     43-699-81237066
     kem.terra@ktn.gde.at

Ort
Klagenfurt

Öffnungszeiten
nach Absprache in den drei Gemeinden

"Die Verknüpfung von entschleunigter Bewegung mit erfahrbaren/erradlbaren Lebensräumen mit inhaltlichen KEM-Themen begeistern. Sie bringen ein faszinierendes Lachen in die sonst sehr unorginellen Busexkursionen mit "Bus hop on und Bus hop off"-Mentalität. Klimaschonende Bewegung macht seltsamerweise trotzdem hungrig. Gemütliches BeiRADsammensein mit gemeinschaftlichen Bio-Essvergnügen bereiten eine angenehme Aura, um über staubtrockene KEM-Themen sich auszutauschen."

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