Einkaufstaschen-Aktion

Mit wesentlicher finanzieller Unterstützung der lokalen Wirtschaft wurden 3.100 Baumwollsackerl angeschafft. Das Titelbild der Sackerl wurde über einen öffentlichkeitswirksamen Schulwettbewerb samt Jurierung und Pressekonferenz festgelegt. Danach erfolgte der Versand der Sackerl an einen jeden Haushalt des Pöllauer Tals. Die Bevölkerung hat dadurch kostenlos und öffentlichkeitswirksam Baumwollsackerl in Fairtrade- und Bioqualität erhalten.

Projektinhalt und Ziel

1. Ziel ist die Abschaffung der Plastiksackerl in den regionalen Geschäften in der KEM Naturpark Pöllauer Tal.

2. Im Kampf gegen die Plastiksackerl gibt es zwei relevante Aspekte. Zum einen sind es die KonsumentInnen, die erreicht werden müssen, und zum anderen sind es die VerkäuferInnen, welche oft ganz eigene Richtlinien haben und ausschließlich eigene Sackerl mit eigenem Logo verwenden dürfen. Um die Anzahl der Plastiksackerl innerhalb der KEM zu reduzieren bedarf es aber auch der Mitarbeit von Geschäften und der regionalen Wirtschaft. Somit soll über die Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen hierbei ein Schulterschluss für eine plastiksackerlfreie KEM geschaffen werden.

3. Über die örtlichen NahversorgerInnen sollen die beliebten Stofftaschen verwendet werden, welche mit Logos der örtlichen Wirtschaft bedruckt und dadurch gesponsert werden.

4. Über eine Verteilaktion sollen diese an die Bevölkerung übergeben werden. Dabei soll eine medienwirksame Aktion unterstützen.

Projektablauf

(1) Ansprache von allen lokalen Unternehmen mit Kundenfrequenz

(2) Organisation der Anschaffung von gesponserten Stofftaschen durch die lokale Wirtschaft

(3) Organisation der Verteilaktion

(4) Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich einer plastiksackerlfreien KEM Naturpark Pöllauer Tal

Mit wesentlicher finanzieller Unterstützung der lokalen Wirtschaft wurden somit 3.100 Stofftaschen angeschafft. Das Titelbild der Sackerl wurde über einen öffentlichkeitswirksamen Schulwettbewerb samt Jurierung und Pressekonferenz festgelegt. Danach

erfolgte der Versand der Sackerl an einen jeden Haushalt des Pöllauer Tals. Die Bevölkerung hat dadurch kostenlos und öffentlichkeitswirksam Baumwollsackerl in Fairtrade- und Bioqualität erhalten.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Kosten: 14.817 EUR

Die Finanzierung erfolgte über das KEM-Budget. Weitere Förderungen waren nicht vorhanden.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Keine direkte CO2-Einsparung gegeben bzw. nicht abschätzbar.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Diese Maßnahme wurde von Informationsvermittlung und Bewusstseinsbildung flankiert. Daher erfolgen zahlreiche Presseberichte und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen.

Im Best Practice Leitfaden für Gemeinden vom Land Steiermark zum Thema „Klimafreundlich Einkaufen“ ist das Projekt der Klima- und Energiemodellregion Naturpark Pöllauer Tal auf Seite 13 als eines von neuen Vorzeigebeispielen beschrieben.

Weiters erfolgte eine Auszeichnung über den Stiftungs-Award CIVITAS (https://www.sparkasse.at/sgruppe/stiftungen) mit dem Titel “Plastik war gestern“. Bewertungskriterien waren u. a. Kreativität, Innovation, Modellhaftigkeit, Übertragbarkeit, Deckung des Bedarfs vor Ort, Professionalität bei der Umsetzung etc. Dieser Award wird über die Sparkasse-Gruppe abgewickelt / vergeben.

Nachhaltige Perspektiven

Bislang wurden im Naturpark Pöllauer Tal hauptsächlich Plastiksackerl verwendet, weshalb das Umweltpotenzial besonders groß war. Vorher wurden in diesem Bereich noch keine Maßnahmen gesetzt, weshalb auch noch keine Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit dahingehend erfolgt ist. Damit diese Aktion ein Erfolg wurde, war eine Unterstützung der regionalen Wirtschaft notwendig, weil nur diese hierbei lenkend agieren kann. Auch trug diese Maßnahme besonders der Zielerreichung der KEM bei, weil mittelfristig auch im stofflichen Bereich der Nachhaltigkeitsgedanken etabliert werden soll.

Motivationsfaktoren

Das Bewusstsein für die Schädlichkeit von Plastiksackerl wächst in Österreich immer weiter. In mehreren Gemeinden wurden bereits kreative Initiativen gestartet. So will die EU den Verbrauch von Plastiksackerl eindämmen und überlegt neue Richtlinien, die den Ländern selbstständige Verbote erlauben. Jeder Europäer verbraucht pro Jahr rund 200 Plastiksackerl, etwa 90 Prozent davon sind leichte Einwegsäcke, und vor allem diese sind der EU zunehmend ein Dorn im Auge. Derzeit verbieten die EU-Richtlinien jedoch den Ländern ein selbstständiges Plastiksackerl-Verbot. Daher war hierbei ein Bottom-up-Ansatz im Sinne der KEM-Initiative notwendig. Es wurden daher alle Lebensmittelketten und alle Unternehmen der KEM adressiert, die eine Kundenfrequenz haben. Somit mussten alle regionalen Unternehmen über die Vorteile der Verwendung von wiederverwendbaren Einkaufstaschen informiert werden. Parallel mussten diese Unternehmen davon überzeugt werden, dass über diese Maßnahme eine besondere Werbemaßnahme gesetzt werden kann, indem sie mit geringen Kosten Unternehmenslogos auf den Säckchen geben und diese dadurch sponsern. Inhalt der Maßnahme war es daher, dass die Bevölkerung hinsichtlich Plastikvermeidung sensibilisiert wurde und dass die Sichtbarkeit der KEM steigt. Motivation war der kostenlose Versand von 2.500 Stoffsackerl in Fairtrade- und Bioqualität an alle Haushalte des Naturparks. Weiters erfolgte ein umfassender Einbezug der Schulen und der lokalen Wirtschaft. Schließlich sollte auch eine flankierende Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden.

Modellregions-Manager

allmer victoria
Allmer Victoria

     43-677-62463414
     klimaschutz@naturpark-poellauertal.at
Ort
Pöllau

"Diese öffentlichkeitswirksame Maßnahme hat die KEM besonders sichtbar gemacht. Gleichzeitig konnte eine umfassende Bewusstseinsbildung zur Plastikvermeidung durchgeführt werden. Der Schulwettbewerb hat wesentlich zur Verankerung bei SchülerInnen und Eltern beigetra-gen. In Summe war diese Aktion besonders erfolgreich."

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