Energieoptimierten PV Gemeinschaftsanlagen im Wohnbau mit Speicher und Mobilitätskonzept

In den 21 Gemeinden der KEM Vöckla-Ager wurde erhoben, welche Wohnbauprojekte für die nächsten Jahre geplant sind. Mit den Wohnbauträgern wurde Kontakt aufgenommen, um über die Möglichkeiten von PV Gemeinschaftsanlagen in Kombination mit Speicherlösungen, der Planung von Mobilitätslösungen inkl. E-Ladeinfrastruktur und der Finanzierung über Bürger- bzw. Wohnungseigentümer-Beteiligungen zu informieren. Eine eigene Workshop-Reihe über diese Themen wurde entwickelt, der Start dieser WS-Reihe erfolgt am 6.6.2019. Von Seiten des KEM Managements wird den Wohnbauträgern angeboten, Konzeptentwicklungen zu begleiten, Expertise einzubringen, bei Finanzierung und Förderungen zu helfen, Lobbying in Richtung Landesabteilungen zu betreiben und Kontakte zu professionellen Anbietern zu legen. 

Modellregion:
Vöckla-Ager

Ansprechperson:

Mag. Sabine Watzlik MSc
0660/7620691
Projektinhalt und Ziel

Entwicklung und Bau von nachhaltigen Wohnprojekten im ländlichen Raum, mit ganzheitlichen Konzepten zur Energieproduktion und Energie Effizienz, mit passenden Mobilitätskonzepten und nachhaltigen Standortüberlegungen, damit Reduktion Co2 Fußabdrucks eines jeden Bewohners/In

Projektablauf

Start war mit dem Beginn der III. Weiterführung der KEM Vöckla-Ager, erster Ansprechpartner waren die GSG Lenzing und eine Eigentümergemeinschaft in Vöcklabruck. Verschiedene Experten wurden hinzugezogen. Das Projekt läuft noch, bis zur Ende der IV. Weiterführungsphase der KEM VA.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Beratungsleistungen von Seiten der KEM wurden über die KEM Finanzierung erbracht, die finanziellen Vorteile treffen die BewohnerInnen und Eigentümer der Wohnanlagen, über günstigere Betriebskosten. Die PV Gemeinschaftsanlagen amortisieren sich in ca. 8,5 Jahren, wenn der Eigenverbrauch entsprechend hoch ist. Förderungen von Bund und Land werden ausgenutzt. 

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Dzt. noch schwer messbar, aber jede kWh, die durch Eigenproduzierten Ökostrom ersetzt wird, besonders durch die Mobilität verbraucht wird, trägt maßgeblich zur CO2-Einsparung bei.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die begleiteten Projekte wurden bereits in der Öffentlichkeit erwähnt, die Teilnahme an Wettbewerben ist geplant, aber das Projekt muss noch weiterentwickelt werden. Probleme und Hindernisse gibt es genug: Wohnbauförderstelle des Landes, Mehraufwand bei den MitarbeiterInnen der Wohnbaufirmen, Planer, Bewohner und Eigentümer

Nachhaltige Perspektiven

Gemeinden können bei jedem neuen Wohnbau- Projekt von Beginn darauf schauen, dass die obenerwähnten Konzepte eingeplant und verwirklicht werden. Dabei sollen sie sich nicht aus dem Konzept durch vermeintliche Expterten (Planer) bringen lassen, es geistern noch falsche Meinungen über die Wirtschaftlichkeit von PV Anlagen und E-Mobilität, über die technische Machbarkeit von Notstromversorgungen und über die Lebensdauer und die Umweltrelevanz. Sobald erste sichtbare Projekte in der Region zu sehen sind, können diese Vorbildwirkung auf nachfolgende Wohnbauprojekte erzeugen. 

Motivationsfaktoren

Kooperationspartner sind die benachbarten KEM´s, Traunsteinregion, Energie – Regatta und Mondseeland, tw. Überlappen sich die räumliche Zuständigkeit von Wohnbauträger, damit gibt es eine größere regionale Wirksamkeit

Modellregions-Manager

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Mag. Pommer Sabine

     43-7674-206/90
     43-660-7420691
     pommer@kemva.at

Berufliche Laufbahn

BWL Studium an der JKU Linz, danach als Assistentin am Marketing Institut der Karl-Franzens-Universität Innsbruck tätig. Seit über 25 Jahren in der Regionalentwicklung tätig, als Geschäftsführerin bei der REVA GmbH und beim Technologiezentrum Attnang, von Gründung und Management der Leaderregion Vöckla-Ager von 2007 – 2014, seit 2010 KEM Managerin der KEM Vöckla-Ager, vor 5 Jahren Abschluss des Masterstudiums Energy Innovation and Engineering an der Donau Uni Krems


Ort
Frankenburg
Öffnungszeiten
Mo – Fr 8.00 – 12.00

"PV-Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung. Während sie auf Einfamilienhäusern und Bauernhöfen auf dem Land bereits gang und gäbe sind, sind sie im Wohnanlagen - Bereich noch weniger verbreitet. Ein Grund dafür lag bis jetzt auch an den rechtlichen Hindernissen für PV-Anlagen in mehrgeschossigen Gebäuden.

Das nunmehr mit der „kleinen Ökostromnovelle“ verankerte Konzept der „gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage“ macht es möglich, größere Dachflächen in Ballungsräumen mit verdichteter Architektur und einer hohen Anzahl von Mehrparteienhäusern und Bürogebäuden zu nutzen. So können sich etwa MieterInnen oder EigentümerInnen in Mehrparteienhäusern, aber auch in Bürogebäuden oder Einkaufszentren zusammenschließen, um gemeinsam eine PV-Anlage zu nutzen.

Durch die gemeinschaftliche Errichtung und den Betrieb einer solchen Anlage können vormals reine Stromverbraucher gemeinsam Strom erzeugen, den erzeugten Strom selbst nutzen und sich damit in gewissem Ausmaß selbst versorgen. Mit dem Eigenverbrauch können Energiekosten, Netzentgelte und Steuern gespart werden. Das bietet viel Potenzial für neue und innovative Modelle für Mobilitätslösungen aber auch in Richtung Notstromversorgung."

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