Aktion „Plastik, nein danke!“

B772063 BP Stolz auf die gelungene Sackerlproduktion © VS Hörzendorf

Das Projekt zielt auf ökologisches Bewusstsein ab und dabei soll gleichzeitig die Umwelt durch die Reduktion von Plastiktaschen entlasten werden (Ressourcenschonung). So erfolgte das Nähen von Stoffsackerl durch die Schüler aus alten T-Shirts. Flankierend erfolgte eine umfassende Informationsvermittlung. Durch die intensive Beteiligung werden nicht nur die Schüler, sondern gleichzeitig auch die Eltern und weitere Verwandten direkt mit der Bewusst-seinsbildung erreicht.

Projektinhalt und Ziel

Bis auf eine Volksschule haben alle Volksschulen der KEM-Region sich an der Initiative beteiligt. Ca. 250 Schüler machten mit und wollen im nächsten Schuljahr das Vorhaben auch weiterführen. Einige Schulen waren von dem „Mitmach“-Enthusiasmus der Kinder so überrascht, dass es zu Workshop-Erweiterungen kam (z. B. zusätzliche Lehreinheit „selbst Öko-Zahnpasta machen“).

Das breite Publikum wurde über das Prinzip „Reduce/re-use/recycle“ sowie mittels Tipps in den Zeitungen, Gemeindewebsites, auf der KEM-Website und einer Broschüre informiert. Als weiteren Anreiz gab es eine Teilnahmemöglichkeit an einem Gewinnspiel und auch die Aktion „plastikfreier Bauernmarkt“ (St. Veit) wurde beworben.

Projektablauf

Die Maßnahme startete Ende April 2019 mit Informationsvorträgen und Workshops in den Volksschulen. Im Vorfeld wurde das Konzept für die Umsetzung der Maßnahme erstellt und es wurden auch die relevanten Stakeholder hierfür einbezogen (Klimabündnis, Verein Zero Waste Austria, Schuldirektionen, Stadtmarketing St. Veit/Glan, Bauernmarktverein, Tourismusregion Mittelkärnten, Verein Kunst & Werk-„Mein Lieblingsstück“, Weltladen…). Der Abstimmungsbedarf mit den Schulen hat wesentlich länger gedauert, als ursprünglich geplant war, weil viele unterschiedliche Wünsche und Ideen bestanden haben. Urkunden wurden erstellt, Flyer und Plakate angefertigt, Rücksäcke (aus 100% PET-Flaschen) und Bio-Trinkflaschen (mit 94% Zuckerrohr) wurden bestellt, ein Folder mit Alltagstipps wurde gemacht sowie wurden auch eine Presseaussendung durchgeführt, ein Newsletter-Beitrag verschickt und es wurde ein Artikel in den diversen Gemeindezeitungen verfasst. Des Weiteren wurde ein Gewinnspiel vorbereitet (Gewinn: Gutscheine Weltladen & „Mein Lieblingsstück“). Zum Abschluss gab es eine Filmvorführung („Plastic Planet“ - Hotel „Fuchspalast“) mit einer Bekanntgabe der Gewinner, eine Ausstellung über die von den Volksschülern angefertigten wiederverwendbaren Stoffsackerl aus alten T-Shirts und Infostände der Region, des Weltladens und vom Verein „Mein Lieblingsstück“.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die gesamten Ausgaben belaufen sich auf 7.685,36 € (exkl. Personalkosten des KEM-Managers), wobei die PET-Rücksäcke und Bio-Trinkflaschen teilweise auch im Rahmen einer weiteren Maßnahme (Forcierung des Öko-Tourismus) weiterverwendet werden und ein Teil der gesamten Druckkosten für Plakate, Flyer usw. ebenfalls innerhalb der Aktion „Forcierung des Öko-Tourismus“ anrechenbar sind.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die gesamte Initiative wurde sehr gut angenommen. Das Projekt hat einen wesentliche Bewusstseinsbildung unter den SchülerInnen, den LehrerInenn sowie den Eltern und Verwandten hinsichtlich des richtigen Umganges mit Plastik ermöglicht.

Nachhaltige Perspektiven

Dank des Projektes wurde das Thema diversen Bevölkerungsgruppen nähergebracht. Bei der letzten Hauptveranstaltung in Zwentendorf wurde es unter „Dies-und-Das“ auch bei anderen KEM-Interessierten präsentiert. Gewisse Schulen aber auch Vereine und Personen möchten beim nächsten Mal gerne wieder (verstärkt) mitmachen und informiert bleiben. Auch ein weiterer wichtiger Effekt hat sich ergeben: Stakeholder, die vorher noch nicht mit der KEM zusammengearbeitet haben, haben sich bereit erklärt auch im Rahmen anderer Aktionen und Maßnahmen gemeinsam aufzutreten und sich weiter zu vernetzen. So verstärkt sich das Projekt, weil jeder Partner auch eigene „Stammkunden“, Mitglieder und/od. Sympathisanten hat, die sich ohne Zusammenarbeit und gemeinsamer Werbung weniger angesprochen fühlen würden

Motivationsfaktoren

Die allgemeine besonders aktuelle Nachrichtenvielfalt hinsichtlich der Umweltrelevanz von Plastik und auch das neue EU-Verbot bzgl. die Produktion von gewissen Plastikprodukten waren die Basis für das Vorhaben.

Modellregions-Manager



"Plastikvermeidung und das richtige Umgehen mit Plastik sind besonders aktuelle Themen in den diversen Medien. Obwohl die Problematik dank des medialen Informationsflusses sehr stark in den Vordergrund gerückt ist, soll durch das zugrundeliegende Vorhaben das Thema „angreifbarer“ gemacht werden und anhand vieler Tipps sowie Anre-gungen verstärkt auch im Alltagsverhalten vor allem bei Kindern miteinfließen. Dank dieses Vorhabens wurden alle Volksschüler aber auch diverse andere Zielgruppen (Marktbesucher, Urlauber, Familien…) direkt mit diesem Thema erreicht. Viele Vorurteile konnten ausgeräumt werden und manche Teilnehmer waren positiv überrascht, wie man weniger Plastik mit seinen Lebensgewohnheiten vereinbaren kann."

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