EMO – E-Mobility Oberpinzgau

EMO E-CarSharing Oberpinzgau bietet ein attraktives CarSharing Angebot.

Als gemeindeübergreifendes großes Kooperationsprojekt zwischen dem Regionalverband bzw. der Klima- und Energiemodellregion,

deren Gemeinden im Oberpinzgau und der fusionierten Raiffeisenbank Oberpinzgau wurde ein Mobilitätsprojekt im Bereich des Individualverkehrs realisiert.

Modellregion:


Ansprechperson:

Mag. Susanne Radke
0665 2400195
Projektinhalt und Ziel

Als erstes großes Kooperationsprojekt der fusionierten Raiffeisenbank Oberpinzgau, dem Regionalverband und der KEM bzw. den Gemeinden des Oberpinzgaus wurde eine Initiative zur E-MOBILITY gestartet. EMO E-CarSharing Oberpinzgau bietet ein attraktives CarSharing Angebot.

Wir im Oberpinzgau sind damit vorne mit dabei in Sachen zeitgemäßer, moderner Mobilität. Elektromobilität steht einfach und kostengünstig zur Verfügung. Ab dem Start 2018 stehen allen Interessenten in Krimml, Neukirchen und Bramberg je ein sowie in Mittersill zwei Nissan Leaf 2.0 Zero kostengünstig zur Verfügung.

Ziel ist es, in kurzer Zeit in allen Oberpinzgauer Gemeinden zumindest ein Elektroauto zur gemeinsamen Nutzung (Car Sharing) bereit zu stellen.

Wir sehen E-MOBILITY als sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr und mittelfristig als Ersatz für viele Zweitoder Dritt-Autos. E-MOBILITY bedeutet die individuelle Nutzung eines Fahrzeuges bei Bedarf. Der große Vorteil dabei ist, dass nur Kosten anfallen, wenn das Fahrzeug benutzt wird. Ein privat genutztes Auto wird im Durchschnitt nur eine Stunde pro Tag genutzt, es ist also mehr Steh- als Fahrzeug. Somit gibt es ein großes Potenzial von 23 „ungenützten“ Stunden eines herkömmlichen Autos. Es war naheliegend, über eine gemeinsame Autonutzung durch mehrere Personen nachzudenken und das Konzept mittels Elektroautos umzusetzen. Ein PKW wird in Österreich im Schnitt 13.000 km pro Jahr gefahren, Zweit- oder Drittautos überhaupt nur 8.500 km jährlich. Berechnungen haben ergeben, dass sich ein „geteiltes“ Auto schon unter 12.000 Jahreskilometern rechnet und 8 bis 15 Autos ersetzen kann! Neben Ballungsräumen wird E-MOBILITY in ländlichen Gebieten ein zunehmend gefragtes Thema, um ein zusätzliches Mobilitätsangebot zum dünner werdenden öffentlichen Verkehr anbieten zu können. Der Ersatz eines Zweitwagens, welchen man möglicherweise bisher ohnehin nur alle paar Tage benötigt, ist ganz einfach möglich. Die spezifischen Kosten jeder/s Einzelnen sind sehr gering, die großen Kosten der Autoanschaffung fallen weg. Des Weiteren muss sich nicht jede/r um Versicherung, Wartung, Reparatur, neue Reifen usw. kümmern. Aus kommunaler oder regionaler Sichtweise kann E-MOBILITY eine gute und sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Verkehr darstellen, nachdem es sich bei dieser umweltfreundlichen Mobilitätsvariante um ein besonders interessantes Angebot für die lokale Bevölkerung handelt.

Projektablauf

Das Projekt wurde durch Gespräche der KEM-Managerin Susanne Radke mit Raiba-Obmann Andreas Schweinberger sowie durch das Engagement des Krimmler Bürgermeisters Erich Czerny initiiert; Die Bürgermeister der Region ebenso wie die Raiba-Vorstandsmitglieder waren die ersten Ansprechpartner; in weiterer Folge wurden die Gemeinde- und Raiffeisenmitarbeiter in das Projekt hereingeholt;

  • Projektfindung: Dauer 4 Monate
  • Konkrete Projektvorbereitung: 6 Monate (mit Überschneidungen)
  • Start: Herbst 2018

(die Autos sind nicht gleichzeitig ausgeliefert worden und wurden schrittweise in Betrieb genommen)

Aktuell gibt es 5 Elektrofahrzeuge + Ladestationen an folgenden Standorten in der Region

  • Gemeinde Krimml Parkplatz neben SEkO-Center in 5743 Krimml Raiffeisenbank Neukirchen Marktstraße 211 in 5741 Neukirchen am Großvenediger
  • Raiffeisenbank Bramberg Kirchenstraße 8 in 5733 Bramberg am Wildkogel
  • Raiffeisenbank Mittersill Kirchgasse 12 in 5730 Mittersill
  • Stadtgemeinde Mittersill Stadtplatz 1 in 5730 Mittersill
  • Standorte in weiteren Orten des Oberpinzgaus sind geplant.

Derzeit gibt es eine EMO-Schnupperaktion für die Jugend, (mehr infos unter: //www.leader-nationalparkregion.at/media/pdf/Emo-Jugendaktion.pdf)

Es gibt rund 80 registrierte User für alle EMOs und ein Fahrzeug ist auch das Dienstauto der KEM-Managerin und wird von ihr bei diversen Mobilitätsveranstaltungen und Schulungen vorgeführt und verwendet.

Das Projekt läuft unbegrenzt, weitere Autos und Ladestellen sind geplant

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die EMOs kosten allen 5 Partnern derzeit 670.- Euro/Monat für ein operating-leasing;

Hier gab es nur die üblichen E-Mobilitätsförderungen des Landes für Fahrzeuge und Ladestationen, bisher haben wir noch keinerlei

Förderung in Anspruch genommen.

Durch Caruso erfolgt die Buchungsabwicklung (30.- /Monat), Serviceleistung ist inkludiert,

Die Reinigung erfolgt durch Mitarbeiter des Regionalverbands bzw. der Raiffeisenbanken.

Die PR- und Marketingmaßnahmen werden gemeinschaftlich durch die Partner RAIBA+RRV finanziert und größtenteils durch die KEM-Managerin umgesetzt.

Finanzielle Vorteile wurden und werden von den Partnern nicht erwartet (wie rechnet man Umwelteinsparungen gegen!?).

Langfristig im Verlauf der kommenden fünf Jahre erhofft man sich durch steigende Nutzungszahlen einen Amortisierungseffekt.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Derzeit nicht exakt bekannt (Jahresbilanz im Regelbetrieb noch nicht erstellt)
Unsere Fahrzeuge fahren mit 100 Prozent heimischen Ökostrom
Es wurde bei Projektbeginn mit einer Einsparung von ca. 2000 kg CO2 pro Fahrzeug und Jahr gerechnet. Dies entspricht dem Verbrauch von ca. 700 Litern Benzin oder 14000 km Laufleistung.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Regionalitätspreis der Bezirksblätter

Nachhaltige Perspektiven

Besonders wichtig ist die frühzeitige „Zusammenführung“ der engagierten Multiplikatoren in der Region. Für die Projektausarbeitung muss jemand die Federführung übernehmen, um die vielen Detailfragestellungen auszuarbeiten bzw. zur Diskussion zu stellen.

Für die operative Umsetzung (zB Buchungssystem, Lademöglichkeiten etc.) sollten die Rahmenbedingungen und Ziele der Initiatoren sowie die Zielgruppe und deren Anforderungen möglichst konkret erfasst werden, um eine passende Variante innerhalb der vielen Umsetzungsmöglichkeiten zu finden.

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass das EMO-Projekt auch insgesamt im Bereich der Mobilität und vor allem Elektromobilität Aufmerksamkeit und Bewusstsein geschaffen hat.

Aus unserer Sicht sollte es in vielen ländlichen Regionen möglich sein, mit Hilfe von Regionalinitiativen und den Gemeinden und weiteren Playern (hier: Raiffeisenbanken – aber auch andere denkbar) derartige Alternativangebote für die Bürgerinnen und Bürger – oder aber auch Gäste – zu schaffen.

Motivationsfaktoren

eBOB-Projekt in Wald in Pinzgau (ausgehend von den Touristikern)

ähnliche Projekte in den KEMs (div. Praxisberichte bei den Weiterbildungstreffen)

eigener Beitrag zur Mobilitätswende als eine der größten Herausforderungen in der Klima- und Energiefrage

Modellregions-Manager



"Es ist besonders erfreulich, dass dieses Projekt wirklich übergreifend in der Region umgesetzt werden konnte. Die Initiative ging von wenigen engagierten Personen aus – und es konnten in weiterer Folge viele Projektteilnehmer und Multiplikatoren gewonnen werden. Die Ziele der Initiative sind die Stärkung der Akzeptanz für Elektromobilität und eine Verbesserung des regionalen Mobilitätsangebotes als umweltfreundliche Ergänzung zum Individualverkehr und den Öffis. „Die EMOs fahren mit heimischen Ökostrom und man kann im Durchschnitt mit einer Einsparung von zumindest 2000kg CO2 pro Auto und Jahr rechnen. Das Projekt läuft mittlerweile sehr erfolgreich im Regelbetrieb und wird von den Bürgerinnen und Bürgern der Region sehr gut angenommen. Eine Erweiterung bei passenden Standorten ist geplant."

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