Sonnenkraft im Schmidatal - Bürgerbeteiligungskraftwerke

An sechs öffentlichen Standorten der KEM Schmidatal wurden Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von über 200 kWp errichtet. In Kooperation mit dem Unternehmen Kärnten Solar wurde ein Bürgerbeteiligungsmodell für die Schmidataler und darüber hinaus organisiert. Die Sonnenbausteine waren binnen kürzester Zeit ausverkauft!

Projektinhalt und Ziel

Ziel war die Umsetzung von mindestens einer Photovoltaikanlage auf öffentlichen Objekten in jeder teilnehmenden Gemeinde. Es kamen nur öffentliche Objekte mit hohem Eigenverbrauch für die Umsetzung in Frage. Ziel war der erfolgreiche Verkauf aller verfügbaren Sonnenbausteine im Rahmen des durchgeführten Bürgerbeteiligungsmodells.

Projektablauf

Aufgrund des Pilotprojektes in der vorangegangenen Umsetzungsphase in der Gemeinde Hohenwarth-Mühlbach a.M. stand der Kooperationspartner Kärnten Solar und die ungefähren Schritte bereits zu Projektbeginn fest. Dies ermöglichte einen raschen Projektstart nach Beauftragung der KEM Weiterführungsphase!

In Kooperation mit Kärnten Solar und dem KEM-Management wurden die öffentlichen Dächer je Gemeinde besichtigt und hin-sichtlich der technischen Eignung, des Eigenverbrauchs und der Wirtschaftlichkeit beurteilt und protokolliert. In regelmäßigen Besprechungen mit der KEM-Steuerungsgruppe wurden wichtige Entscheidungen herbeigeführt. Für folgende Objekte fand eine Detailplanung und letztlich die Umsetzung der Photovoltaikanlagen statt:

  • Hohenwarth-Mühlbach a.M.: 27 kWp (bereits 2016 als Pilotanlage umgesetzt)
  • Sitzendorf Kläranlage: 36,72 kWp
  • Gemeindeamt Sitzendorf: 12 kWp
  • Kläranlage Ziersdorf: 81 kWp
  • Kläranlage Ravelsbach-Maissau: 46,98 kWp
  • Oldtimermuseum Heldenberg: 24,9 kWp

Die Photovoltaikanlagen wurden im Detail geplant, die Behördenverfahren wurden durchgeführt und die KEM-Investitionsförderung wurde beantragt. In Summe wurden 143.519 € aus der KEM-PV Investitionsförderung für das regionale Projekt lukriert.

Gemeinsam mit Kärnten Solar wurde ein Bürgerbeteiligungsmodell ausgearbeitet und als Sale and lease back-Modell mit einer Laufzeit von 13 Jahren und einer Rendite von 3,2%p.a. ausgestaltet. Ein Sonnenbaustein entspricht einem Photovoltaik-Modul und hat den Wert von 500 Euro.

Das Projekt wurde medial und öffentlichkeitswirksam vom KEM-Management begleitet. So wurde laufend in den Gemein-demedien berichtet, Postwürfe zur Projektvorstellung entworfen und versendet und auf der KEM-Homepage veröffentlicht. Eine Projektvorstellung fand am 24.11.2017 am Tag der Sonne in der Gemeinde Sitzendorf an der Schmida statt. Die rund 130 Besu-cher der Veranstaltung konnten sich einen Eindruck von der bereits installierten Photovoltaik-Anlage am Gemeindeamt Sitzen-dorf verschaffen. KEM-Managerin Silvia Köllner gab den Anwesenden einen Überblick über die Aktivitäten und Erfolge der Klima- und Energiemodellregion. Alle Bürgermeister der beteiligten Gemeinden stellten die einzelnen Photovoltaikprojekte in der eige-nen Gemeinde vor. Kärnten Solar präsentierte danach die Funktionsweise des Bürgerbeteiligungsprojektes. Am Ende der Veranstaltung wurden 5 Sonnenbausteine im Gesamtwert von 2.500 Euro verlost.

Im Anschluss an die Veranstaltung startete der Verkauf der Sonnenbausteine, der automatisiert über die Homepage von Kärnten Solar erfolgte. Die BürgerInnen des Schmidatals hatten ein Vorkaufsrecht für die Sonnenbausteine, die auch bereits nach wenigen Tagen ausverkauft waren. Das Projekt war ein voller Erfolg für die KEM Schmidatal und soll daher auch weitergeführt werden!

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Das gesamte Projekt wurde durch ein Bürgerbeteiligungsmodell finanziert. Die technische und praktische Umsetzung erfolgte über das Unternehmen Kärnten Solar, welche auch die finanzielle Abwicklung des „sales and lease back“ Modelles übernommen hat. Die einzelnen Gemeinden mussten somit keine eigenen Geldmittel in die Hände nehmen. Der finanzielle Vorteil liegt vor allem in der Konsumation des eigens produzierten Stroms aus den PV-Anlagen und einem deutlich günstigeren Preis im Vergleich zum handelsüblichen Strompreis. Man kann von einer ungefähren Einsparung (Stromkosten) von ca. 30 % rechnen.

Zusätzlich haben die beteiligten Bürger den Vorteil eines fixen Zinssatzes von 3,2 % mit einer Laufzeit von 13 Jahren. Dieser wird jährlich ausbezahlt. Nach 13 Jahren wird der investierte Betrag den Bürgern wieder rückerstattet.

Die KEM-Investförderung auf Photovoltaikanlagen wurde eingereicht und positiv beurteilt.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Ca. 85 t CO2/Jahr

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Im Rahmen des organisierten Tages der Sonne am 24.11.2017 wurde das Projekt der Schmidataler Bevölkerung vorgestellt. 5 Sonnenbausteine im Gesamtwert von 2.500 Euro wurden unter den Teilnehmern verlost. Über diese Veranstaltung und über das Projekt wurde in den regionalen Medien berichtet.

Die elektrizitätsrechtliche Bewilligung und diversen Behördenverfahren (Umwidmungsverfahren) erwiesen sich als zeitaufwändiger, als ursprünglich erwartet. Dadurch hat sich der Zeitplan etwas nach hinten verschoben.

Nachhaltige Perspektiven

Die Zusammenarbeit mit Kärnten Solar ist sehr gut verlaufen. Die Pilotphase mit der 27 kWp Anlagen in Hohenwarth war ein guter Einstieg in das Thema, um auch das Interesse der Bevölke-rung besser einschätzen zu können. Nach diesem Erfolg folgte die 2. Etappe mit rund 200 kWp. Das Projekt war so erfolgreich, dass weitere Bürgerbeteiligungsanlagen bereits im Gespräch sind.

Motivationsfaktoren

Erfolgreiches Pilotprojekt in der vorangegangenen Umsetzungsphase in Hohenwarth-Mühlbach

Projektrelevante Webadressen:

  • www.kem-schmidatal.at
  • www.kaernten-solar.at

Modellregions-Manager

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DI Köllner Silvia

     43-676-9572321
     office@skoellner.at

Berufliche Laufbahn

HAK in Hollabrunn, College für Bautechnik (Restaurierung und Ortsbildflege) in Krems, Studium der Architektur an der TU Wien, seit 2010 selbstständig als SK_architecture (Baumeistergewerbe seit 2010)


Ort
Ziersdorf
Öffnungszeiten
nach Terminvereinbarung

„Das Besondere am Projekt Sonnenkraft im Schmidatal ist, dass wir in allen teilnehmenden KEM-Gemeinden zumindest eine Photovoltaikanlage auf öffentlichen Objekten umsetzen konnten. Das Interesse der Bevölkerung war überwältigend! Eine weitere Ausbaustufe ist aufgrund des großen Erfolgs bereits im Gespräch.“

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