Pilotprojekt „Raus aus dem Öl“

Das Pilotprojekt „Raus aus dem Öl“ - initiiert vom Land NÖ und der Energie- und Umweltagentur NÖ - hat das Ziel, die verbliebenen Ölkessel in der KEM Lainsitztal innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren (2019-2021) signifikant zu reduzieren. In dieser Zeit bewegen die Gemeinden mit einem „Rund-um-Sorglos Paket“ möglichst viele BürgerInnen zum Ausstieg aus der Ölheizung. Dies gelingt durch die intensive Zusammenarbeit der KEM Lainsitztal, der Energie- und Umweltagentur NÖ und lokalen AkteurInnen wie InstallateurInnen und Banken.

Modellregion:
Lainsitztal

Ansprechperson:

Verena Litschauer
02815 77270-14
Projektinhalt und Ziel

In der Projektlaufzeit von 2019 bis 2021 werden alle öffentlichen Gebäude und Anlagen der Region Lainsitztal, welche noch mit Öl beheizt werden, auf erneuerbare Heizsysteme umgestellt. Weiters werden sich die KEM Gemeinden um die Auszeichnung „Ölfreie Gemeinden“ bemühen. Im privaten Bereich wird eine Reduktion der Ölheizungen um 30% innerhalb der drei Jahre angestrebt (ca. 75 Haushalte). Mittels Beratungs- und Fördergesprächen sowie Unterstützung bei der Umstellung auf ein erneuerbares Heizsystem werden die Privatpersonen der Region Lainsitztal motiviert, die Ölheizungen gegen Heizanlagen mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen auszutauschen.

Projektablauf

Das Projekt ist eine Initiative des Landes NÖ und der Energie- und Umweltagentur.

Die e-5 Vorreitergemeinde Großschönau hat sich, unter Mitnahme aller KEM Regionsgemeinden, beim Land NÖ als Pilotgemeinde beworben. Nach der Zusage seitens des Landes NÖ erfolgten Abstimmungs- und Planungsgespräche, vor allem mit der Energie- und Umweltagentur des Landes. Absprachen waren vermehrt mit proPellets Austria, dem Verband Wärmepumpe Austria, der EVN, HeizungsherstellerInnen etc. notwendig. Bei der Detailabstimmung wurden zudem lokale AkteurInnen wie die InstallateurInnen der Region und die Raiffeisenbank Oberes Waldviertel miteinbezogen. Die Vorlaufzeit betrug ca. 5 Monate (Mai 2019 – September 2019). Ansprechpartner der eNu sind Dr. Heimo Bürbaumer (Planung und Öffentlichkeitarbeit) und Mag. Peter Haftner (operative Umsetzung).

Meilensteine:

- Zusage des Projektes im Mai 2019

- interne Abstimmungen und Erarbeitung Maßnahmenkonzept bis September 2019

- laufende Abstimmung zwischen Gemeinden, KEM und der eNu

- Eruierung Bestand Ölheizungen bis Ende 2019 (wegen Gemeinderatswahl und Coronakrise bis Juli 2020)

- Persönliche Kontaktaufnahme individuell seit Juni 2019 und flächendeckend auf Basis der Bestandsliste bis Ende 2020

- Beratungen laufend bis Ende 2021

- Umstellungen laufend bis 4. Quartal 2021

- Auszeichnung „Ölfreie Gemeinde“ für alle KEM Gemeinden bis Ende 2021

ExpertInnen in diesem Projekt sind einerseits die MitarbeiterInnen der Energie- und Umweltagentur und Martin Bruckner (BGM der e5-Gemeinde Großschönau).                                                          

Projektende wurde mit Mai 2022 angenommen.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Das Projekt wird aus Geldmitteln des Landes NÖ finanziert. Zudem wird dieses Projekt vom Klima- und Energiefonds gefördert.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Laut der Energie- und Umweltagentur konnten bis März 2020 bereits insgesamt 120 Tonnen Treibhausgase pro Jahr durch den Tausch von Ölheizungen eingespart werden.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Nach 10 Monaten Projektlaufzeit (26%) konnten bereits 20 Ölheizungen umgestellt und somit auch 26% des Zieles erreicht werden. Das Projekt ist also im Zeitplan. Darüber hinaus konnten bereits 2019 alle öffentlichen Ölheizungen auf ein erneuerbares Heizsystem getauscht werden.

Über die Pilotinitiative wird laufend in den regionalen Medien berichtet. Die öffentliche Bekanntgabe, dass die e5 Gemeinde Großschönau mit der KEM Lainsitztal dieses Pilotprojekt für sich gewinnen konnte, fand bei der BIOEM 2019 statt - ein geeigneter und thematisch passender Rahmen, um die mehr als 22.000 BesucherInnen vom Pilotprojekt zu informieren. Darüber hinaus erwähnte der Radiosender Radio 4/4 im Zuge der BIEOM das Pilotprojekt.

Zudem wird die Bevölkerung der KEM Lainsitztal laufend durch Beiträge in Gemeindezeitungen über das einzigartige Sorglos-Paket und den aktuellen Projekterfolg informiert. Auch auf der Homepage der KEM wird das Projekt vorgestellt. 

Die Bevölkerung nahm das Projekt sehr gut an. Innerhalb der ersten fünf Monate meldeten sich bereits 30 InteressentInnen.

Die größte Herausforderung war die Einbindung regionaler AkteurInnen, jedoch konnte man mit mehrfacher Ansprache und dem Einsatz vernetzter Personen in der Region, die Bereitschaft mitzumachen, erhöhen. Die Recherche der ÖlheizungsbesitzerInnen durch die Gemeinden sowie die persönliche Ansprache mit gezielter Information zu „Raus aus dem Öl“ ist für die Gemeinden ein erheblicher Aufwand und daher keine lückenlose Umsetzung möglich.

Nachhaltige Perspektiven

Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

Aufgrund der Erfahrung empfiehlt es sich, Monitoring zu betreiben. (z.B. mithilfe einer Excel Liste). Derartiges Monitoring kann seitens der Gemeinde oder der MRM durchgeführt werden. Dadurch können das Projekt messbar gemacht und durch die Nachvollziehbarkeit des aktuellen Umstellungsstatus Probleme leichter gelöst werden. 

Modellregions-Manager

MRM Lainsitztal
Litschauer Verena

     43-2815-77270/14
     kem@gross.schoenau.at

Berufliche Laufbahn
  • Abgeschlossenes Wirtschaftsstudium im Bereich Projektmanagement und Marketing mit der Vertiefung Eco- und CSR Management und Green Marketing an der FH Wiener Neustadt, Campus Wieselburg
  • Im Zuge des Studiums Zertifizierung zur betrieblichen Abfallbeauftragten und zur Umweltbeauftragten erlangt
  • Studienprojekt mit dem grenzübergreifenden Tourismusnetzwerk Alpine Pearls (Zielsetzung des Projektes war die öffentliche Anreise sowie die Letzte Meile in Urlaubsorten zu verbessern)
  • Energieberater A-Kurs

Ort
Großschönau
Öffnungszeiten
Mo-Do: 8:00-16:00 Uhr Fr: 8:00-12:00 Uhr

"Die KEM Lainsitztal nimmt ihre Vorbildwirkung war und unterstützt private ÖlheizungsbesitzerInnen bei der Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme durch ein umfangreiches Beratungs- und Förderangebot, einem „Rund-um-Sorglos-Paket“. Dadurch wird die regionale Biomassenutzung forciert und ein wesentlicher Beitrag zur Zielerreichung „Energieautarkie der KEM Gemeinden im Jahr 2030“ geleistet."

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