E-Bus Linienbetrieb in Wolfsberg

Im Rahmen der Maßnahme „KommunE“ werden Gemeinden von der KEM dahingehend beraten, dass aufgrund einer technischen und wirtschaftlichen fundierten Betrachtung relativ einfach eine Entscheidung für den Umstieg von fossilen auf E-Fahrzeuge gefällt werden kann. So wurde auf Empfehlung der KEM unter anderem ein E-Bus getestet. Seit Juni 2020 ist der Bus nun im Regelbetrieb und erfreut sich großer Beliebtheit. Betrieben wird der E-Citybus, der eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern ermöglicht und bis zu 27 Personen transportieren kann, durch die ÖBB Postbus GmbH.

Modellregion:


Ansprechperson:

Stephan Stückler, MSc
0660/3985454
Projektinhalt und Ziel

Analog des EMAP bzw. MoMAK ist die CO2- und damit erdölfreie Mobilität auch eines der Ziele der Stadtgemeinde Wolfsberg. In unserer von Feinstaub belasteten Region mit einem hohen Verkehrsaufkommen, sind alle Maßnahmen, die zu einer Reduktion des individuellen Verkehrs führen und zugleich sinnvolle „saubere“ Alternativen bieten, zu begrüßen.

Projektablauf

Auf Anraten der KEM „Energieparadies-Lavanttal“ war bereits im Dezember 2018 ein E-Bus im viertägigen Probebetrieb in Wolfsberg im Einsatz. Die Politik, aber auch viele Interessierte BürgerInnen waren recht schnell von den Vorteilen dem zu 100 Prozent emissionsfreien, geräuscharmen, CO2– und feinstaubfreien umweltfreundlichen Mobilitätsangebot überzeugt. Daraufhin wurde ein E-Bus bestellt, der nun seit Mitte Juni 2020 im Einsatz ist und auf 2 Linien den Stadtverkehr in Wolfsberg abdeckt.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Zu den Anschaffungskosten von rund 200.000 Euro trägt das Land Kärnten (KEIWOG Fonds) 40.000 Euro bei. Die vorhandenen Mehrkosten gegenüber einem fossil betriebenen Bus belaufen sich auf 28.800 € pro Jahr. Ab dem 6. Jahr wird von einem neutralen Betrieb (d.h. gleiche Kosten wie fossiler Betrieb) ausgegangen.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Dank Einsatz des E-Citybusses werden ca. 23 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. 

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die Inbetriebnahme des E-Busses weckte reges Medieninteresse - nicht nur auf regionaler, sondern auch auf nationaler Ebene. Der E-Bus wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Nachhaltige Perspektiven

Der E-Antrieb ist nicht nur frei von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden oder Schwefeldioxiden, er ist auch deutlich leiser. Das bedeutet neben einer klimaschonenden Fahrt auch eine geringere Lärmbelastung für Fahrgäste, Lenkerinnen und Lenker sowie Anrainerinnen und Anrainer der Busstrecken. Es steht bereits die Anschaffung eines zweiten E-Busses im Raum.

Motivationsfaktoren

In der Region Südkärnten startete die ÖBB-Postbus GmbH im Mai 2018 den ersten Linienbetrieb mit einem E-Bus (Werksverkehr Mahle). Hier wurde der Betrieb allerdings wieder eingestellt.

Modellregions-Manager



"Durch die Inbetriebnahme des ersten Elektro-Citybusses in Kärnten setzt die Stadt Wolfsberg ein weiteres Zeichen hin zu mehr Energieeffizienz und zur Reduktion von CO2-Emissionen. Der Bus überzeugt neben seinem klimaschonenden Antrieb auch durch die geringe Lärmbelastung. Der vom österreichischen Unternehmen Kutsenits hergestellte Bus ist am neuesten Stand der Technik. So kann durch die montierten Photovoltaikmodule während der Fahrt (neben der Rekuperation) zusätzlich Energie gewonnen werden. Dieser neue E-Bus zeigt der Bevölkerung sehr deutlich, dass E-Mobilität heute schon praktisch einsetzbar ist und Wolfsberg wird zu einer Vorbildgemeinde für zukunftsweisende Mobilität."

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