Verbindlich nachhaltig veranstalten in der gesamten Region

Alle 6 Gemeinden haben den politischen Beschluss gefasst, ab 2020 öffentliche Veranstaltungen nachhaltig nach den Kriterien von „Ghörig feschta“ zu organisieren und als nächsten Schritt auch die Vereine für diese Vorgangsweise zu motivieren.

Projektinhalt und Ziel

Nachhaltig veranstalten ist ein weiterer Mosaikstein im Bemühen des Biosphärenparks, die Nachhaltigkeit unseres Lebensstils weiter zu verbessern.

Nachhaltig veranstalten muss nicht neu erfunden werden, da gibt es „Ghörig feschta“, eine Initiative des Vorarlberger Umwelt-verbandes, die das Know How für die Planung liefert und dann auch die Ausführung begutachtet und sozusagen zertifiziert.

Schwerpunkt des Projektes ist daher der Weg, dieses Werkzeug möglichst in allen Gemeinden zu etablieren. Da soll in 3 Schrit-ten erfolgen

  1. Die Gemeinde verpflichtet sich zu nachhaltigen öffentlichen Veranstaltungen
  2. Die Gemeinde ist damit Vorbild und Vorreiter
  3. Die Gemeinde setzt sich zum Ziel, diese Vorgangsweise auch auf Vereine und andere Veranstalter auszuweiten
Projektablauf

Jänner 2019 – Projektstart mit Entscheidung für „Ghörig feschta“ als Werkzeug für Planung und Umsetzung von Nachhaltigen Veranstaltungen.

März 2019 – Pilotveranstaltung bei 2-tägiger Planungswerkstatt in Raggal im Rahmen der Entwicklung des regionalen Räumli-chen Entwicklungskonzeptes

Herbst 2019 – Vorbereitung und Durchführung von Infoveranstaltung mit den Bürgermeistern und Mitarbeiter, Referent ein Bürgermeister aus einer Gemeinde, wo es bereits einen Beschluss für Ghörig feschta gibt, das waren zu diesem Zeitpunkt erst zwei Gemeinden in Vorarlberg. Wertvoll bei dieser Veranstaltung war einerseits der Austausch von konkreten Erfahrungen und andererseits der Austausch auf gleicher Höhe von Bürgermeister zu Bürgermeister. Anschließend wurde ein Beschlusstext ver-fasst und an alle 6 Gemeinden verschickt.

Dezember 2019 bis März 2020 – alle 6 Gemeinden diskutieren und beschließen die Textvorlage, damit ist Ziel 1 erreicht.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Kosten für die Projektdurchführung sind bis dato vor allem Arbeitsstunden des MRM und das Danke an den Referenten, auch deshalb, weil der Umweltverband die Unterstützung für Ghörig feschta gratis anbietet.

Kosten für einzelne Veranstaltungen werden höher? Das war natürlich eine wichtige Frage bei der Informationsrunde und auch in den Gemeinden. Das kann nicht generell gesagt werden, kann jedoch schon vorkommen. Wenn da aber der Nahversorger profitiert, dann ist das erfahrungsgemäß kein Problem für Veranstaltungsbesucher und daher auch ein Gewinn für die Regionalität. Gleichzeitig bietet die gemeinsame Vorgangsweise über 6 Gemeinden auch die Möglichkeit, z.B. Essgeschirr oder Trinkgläser gemeinsam zu beschaffen und zu benutzen und damit Kosten zu sparen. Solche Themen müssen sich nun erst etablieren und brauchen daher weiterhin eine Koordination in der KEM.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

CO2-Einsparungen sind mit der Checkliste von Ghörig feschta Teil der Planung und können natürlich von Veranstaltung zu Veranstaltung ganz verschieden sein.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Ein wichtiger Kooperationspartner ist der Vorarlberger Umweltverband mit seiner professionellen und trotzdem kostenlosen Unterstützung. Das war die perfekte Basis, gemeinsam mit der Überzeugungskraft von Bürgermeister Flatz aus Doren die Gemeinden von diesem Projekt zu überzeugen und dadurch die politische Zustimmung in allen 6 Gemeinden der Region zu bekommen. Das ist wirklich ein kräftiges Lebenszeichen des Biosphärenparks, das bereits als Projekt beim VN-Klimaschutzpreis 2020 eingereicht und in der regionalen Gemeindezeitung veröffentlicht wurde.

Jetzt muss dieser Beschluss aber gelebt und Synergieeffekte zwischen den Gemeinden gesucht werden. Da wird dann vermutlich auch mit dem einen oder anderen Rückschlag zu rechnen sein.

Nachhaltige Perspektiven

Damit die Gemeinden wirklich Vorbild werden, muss diese neu beschlossene Vorgangsweise gelebt werden. Dazu möchte die KEM weiter Unterstützung und Begleitung bieten, damit dann auch der 3.Schritt zur Motivation von Vereinen und anderen Veranstaltern angegangen werden kann. Das könnte z.B. durch die Koppelung der Vereinsförderungen mit Vorgaben zu Nachhaltig veranstalten geschehen.

Modellregions-Manager

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Rinderer Albert

     43-5550-3570
     43-664-3069885
     albert.rinderer@aon.at

Berufliche Laufbahn

HTL Elektroingenieur, der sich seit 1986 speziell mit dem Thema Solarenergie und Erneuerbaren Energien beschäftigt und seit 2001 das regionale e5 Energieteam leitet. Durch die Tätigkeit im Hauptberuf im mittleren Management der Telekom sind Erfahrungen und Kenntnisse für die Koordination von Energieprojekten gegeben. Seit 2012 besteht ein Werkvertrag als Energiemanager im Umfang einer 20% Anstellung.


Ort
Sonntag

Der Leitsatz im Biosphärenpark Großes Walsertal hat bisher geheißen „Nachhaltig Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur“. Jetzt kommt mit „Nachhaltig Veranstalten“ ein weiterer Bereich dazu und das mit einem einheitlichen Beschluss in allen 6 Gemeinden. Das ist ein wertvolles Zeichen einerseits für die Nachhaltigkeit und für den Wert der Nahversorgung und anderer-seits durch die Einstimmigkeit auch für den Zusammenhalt in der Region.

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