Ummadum – You’ll never ride alone

Mit der mobilen Mitfahrbörse „ummadum“ werden VerkehrsteilnehmerInnen, die ein Stück ihres Weges teilen möchten, zusammengebracht. Die App bietet in Echtzeit die Möglichkeit, seine eigenen Fahrten zu veröffentlichen, MitfahrerInnen zu suchen bzw. Mitfahrgelegenheiten zu finden. Der Vorteil dieser Fahrgemeinschaften: sie erhöhen den Besetzungsgrad in Autos und verringern das Verkehrsaufkommen auf Straßen und Parkplätze. Zusätzlich hat die App eine Schnittstelle mit dem VVT, wodurch auch die öffentlichen Verbindungen angezeigt werden. Ummadum ist ein wesentlicher Baustein für ein flächendeckendes multimodales Mobilitätsangebot im ländlichen Raum. Fahrer und Mitfahrer werden von der KEM-Region für ihre gemeinsamen Fahrten mit Punkten belohnt, welche sie als Einkaufsgutscheine im regionalen Handel wieder einlösen können. Seit Herbst 2020 können auch Fahrten mit dem Fahrrad und zu Fuß zurückgelegte Strecken getrackt und belohnt werden.

Modellregion:
Alpbachtal

Ansprechperson:

Rainer Unger
+43 681 20592277
Projektinhalt und Ziel
Projektablauf

Das Projekt wurde im Weiterführungskonzept festgelegt und wie geplant im Dezember 2019 gestartet. Der Auftakt wurde mit einer Pressekonferenz offiziell besiegelt. Die PK wurde gemeinsam mit einer Bürgerinitiative, die sich gegen den Verkehrslärm in Kramsach einsetzt und zwei Bürgermeistern der Region abgehalten. Im Vorfeld gab es bereits eine Infoveranstaltung für Betriebe, die an einer Teilnahme am regionalen Händlernetzwerk interessiert waren. Der Projektstart wurde zudem von Artikeln in der regionalen Presse, in den Gemeindezeitungen sowie der Website der KEM und den Social Media Kanälen begleitet.

Das Projekt sollte 12 Monate in Probe laufen und danach in Abstimmung mit den KEM-Gemeinden verlängert werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde ein Moratorium bis zum Frühjahr 2021 vereinbart um das Projekt anschließend neu u starten.

 

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die Kosten für die ersten 12 Monate wurden mit 19.100 EUR im Leistungsverzeichnis der Weiterführung beziffert. Langfristig können die Gemeinden und Betriebe durch Nutzung der Plattform Kosten für Infrastruktur (Straßenerhaltung, Parkplätze, Umweltschäden…) einsparen. Eine genaue Quantifizierung der Einsparungen wird aber schwierig werden.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Aufgrund der coronabedingten Quarantänemaßnahmen in Tirol und der in der Folge geringen Motivation, Öffentliche Verkehrsmittel oder Angebote im Bereich Mobilitätssharing zu nutzen, können in diesem Jahr keine CO2-Einsparungen nachgewiesen werden. Prinzipiell ermöglicht die Plattform aber den teilnehmen Gemeinden und Betrieben die Umrechnung von eingesparten Kfz-Kilometern in eingespartes CO2.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Die Plattform Ummadum war Greenstarter 2019 und erhielt bislang mehrere Auszeichnungen, unter anderem den ersten Platz in der FIA Region 1 Start-Up Challenge. Die Mitfahrbörse war zudem Best-Practice Projekt der Einreichung der KEM Alpbachtal für den Tiroler Gemeindekooperationspreis 2020, bei dem wir den 3. Platz erreichten.

Als alles bestimmender vorübergehender Rückschlag ist natürlich COVID-19 zu werten.

Enttäuschen war leider das geringe Interesse der lokalen Betriebe, als Einlösestellen für Ummadumpunkte zu fingieren. Dennoch konnetn einige kleine Händler gewonnen werden. Zudem ist die große Handelskette M-Preis als Handelspartner im Netzwerk dabei. Die Erfahrung aus dem Pilotprojekt in der Region Wattens-Schwaz hat gezeigt, dass im regionalen Lebensmittelhandel 90% der Punkte eingelöst werden.

Nachhaltige Perspektiven

Das Interesse zu Beginn war sehr hoch. Auf sämtlichen Veranstaltungen der KEM wird in Zukunft mit der Möglichkeit, per Ummadum gemeinsam anzureisen und dafür auch noch belohnt zu werden, hingewiesen. Hervorzuheben ist auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Xund’s Kramsach, die ein großes Interesse an einer Verbesserung der sehr belastenden Verkehrssituation in Kramsach haben.

Insgesamt kann das Projekt noch nicht abschließend beurteilt werden, da es coronabedingt sehr abrupt abgebrochen werden musste bevor es wirklich „ins laufen kam“. Auf einen positiven Neustart im Frühjahr wird gehofft.

Modellregions-Manager

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Mag. Unger Rainer

     43-5337-6227729
     43-681-20592277
     info@alpbachtal2050.at

Berufliche Laufbahn

Geograph mit den Fachgebieten Geoinformation und Umweltänderungen. Studium an der Universität Wien. Bis 2014 Klimaforschung an der ZAMG in Wien mit Schwerpunkt Klima-Gletscher-Beziehungen. Mitautor von „Unser Klima. Was wann warum“ (ZAMG, Hrsg.). Von 2014-2018 am alpS - Zentrum für Klimawandelanpassung in Innsbruck, Schwerpunkte Energieentwicklung in Kommunen sowie Klimawandel und Tourismus. Seit März 2017 KEM-Manager im Alpbachtal.


Ort
Alpbach
Öffnungszeiten
Bürozeiten täglich nach vorheriger Terminvereinbarung

"Die KEM Alpbachtal war im Dezember 2019 die erste Region nach der Pilotregion Wattens-Schwaz, welche die Mobilitätsplattform Ummadum in den Regelbetrieb übernommen hat. Mit einer Pressekonferenz, Artikeln in den Gemeindeblättern und Aktivitäten auf website, facebook und instagram wurde das Projekt Anfang Dezember 2019 gestartet. Verlief der Beginn noch vielversprechend, brachte die Coronapandemie das Mobility Sharing allerdings zum Erliegen. Es wurde daher eine Art Moratorium und ein Neustart im Frühjahr 2021 beschlossen.

In der Zwischenzeit wurde Ummadum die Möglichkeit, zurückgelegte Fuß- und Fahrradstrecken zu belohnen, in die App integriert. Dadurch erhoffen wir uns eine zusätzlichen Impuls für den Restart 2021. Die extrem individualisierten Mobilitätsgewohnheiten der Bevölkerung im ländlichen Raum aufzubrechen ist ein undenkbar schwieriges Unterfangen. Dessen ist sich die KEM wie auch die Ummadum Gmbh bewusst. Dennoch kann die Plattform ein langfristige Baustein zur Mobilitätswende sein und in Interaktion mit dem"

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