Der Stadtgarten Deutschlandsberg als Klimaschutz Botschafter

B671862 BP PIC EB © KEM Bad Gams - Deutschlandsberg - Frauental

Auf 5000m2 bringt  der Stadtgarten Deutschlandsberg mehr Naturraum in die Stadt. Der biologisch geführte Garten mit Gemüseraritäten auf Hochbeeten und Hügelbeeten, mit einem eigenen Kinder Garten Bereich, einem Schatzhaus aus Holz und Informationsstelle, mit in Vergessenheit geratenen Kräutern, Stauden und Beerenobst zur Selbsternte für die Bevölkerung, ist ein besonderer Ort für Klimaschutz, für Biodiversität und regionale Wertschöpfung. Ein Lernort für die Kinder und für Erwachsenen sowie Beispiel für sanften Tourismus. 

Projektinhalt und Ziel

Das Ziel ist, die unterschiedlichsten Zielgruppen in der Bevölkerung für das Thema Klimaschutz und für die Energiewende zu sensibilisieren, emotional zu erreichen und zum Handeln zu bewegen. Schrebergärten stehen hoch im Kurs, Einfamilienhäuser mit grüner Umgebung erfahren zunehmende Wertsteigerung und Blumenschmuckwettbewerbe überbieten sich in blühender Pracht. Naturnahes Grün ist gefragt. Der Stadtgarten Deutschlandsberg im Zentrum der Stadt gelegen, angrenzend am Fuß und Radfahrweg der Laßnitz, ladet mit seinen Gemüse-Raritäten, seltenen Kräutern und Stauden sowie einem eigenen Kinder-Garten Bereich zur Selbsternte ein. Hoch- und Hügelbeete üppig bepflanzt in Mischkultur, Bienenfutterpflanzen, Kompost Aufbereitung, verschiedene Arten von Insektenhotels und Informationstafeln sind Nahrung für Körper und Geist. Der Stadtgarten wird als Schutzbotschafter der KEM-Region bezeichnet und seine großen und kleinen Gäste sind MultiplikatorInnen für Nachhaltigkeit und für einen klimabewussten Lebensstil. Mittlerweile besuchen rund 10.000 Gäste jährlich den Garten. Das kleine Schatzhaus ist Infopunkt zu Fragen für das Thema Klima, Energie und Ökologie. Veranstaltungen und Workshops werden ganzjährig angeboten. Kulinarische Energieberatungen mit Solarkochern, Verteilaktionen von Wildkräutern, Bienenfutterpflanzen und von regional erzeugten Produkten etc. sind wesentliche Schwerpunkte und aufgrund der positiven Rückmeldungen Erfolgsfaktoren für das Projekt.

Projektablauf

Die Initialzündung für das Projekt war ein Pflanzentauschmarkt im Haus der Energie. Im Nachhinein gesehen, waren Zeitpunkt und Ort ausschlaggebend für den späteren Start vom Stadtgarten Deutschlandsberg. Herr Mag. Wallner, Bürgermeister der Stadtgemeinde Deutschlandsberg hielt die Eröffnungsrede und zeigte sich von dem großen Interesse der BesucherInnen Pflanzen zu tauschen, hoch erfreut. Das Ergebnis dieser Veranstaltung war die Zustimmung für unsere Idee von einem Garten in der Stadt zur Bewusstseinsbildung für die Bevölkerung für Klimaschutz.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Mithilfe der finanziellen Unterstützung von KPC und dem Klima- und Energiefonds können bewusstseinsbildende Maßnahmen durchgeführt werden, Projektaktivitäten ausgebaut werden und

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Am gesamten Gartenareal wird auf den Einsatz von Pestiziden und Fungiziden verzichtet, die Bearbeitung erfolgt biologisch. Ressourcenschonung ist oberstes Gebot. Die Anzucht erfolgt vegetativ oder generativ aus samenfesten Sorten, die im Stadtgarten vermehrt werden. Keine beheizte Glashauskultur.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Der Stadtgarten Deutschlandsberg ist Partner von Natur im Garten und Partner der Ich tu´s Initiative Klima- und Energiestrategie Land Steiermark, ich tu`s-Bildungspartner für Klimaschutz in Kindergärten und Schulen, ich tu`s- Bildungspartner für Klimaschutz in der Erwachsenenbildung und ausgezeichnet mit dem sozialen Gütesiegel für soziale Unternehmen. Das Projekt ist auf der Website vorgestellt und es wird regelmäßig in den Medien (Zeitungen, Radio) darüber berichtet. Der Spatenstich vom Projekt erfolgte bewusst unspektakulär. Mit den ersten Erdarbeiten am Gelände wuchs die Neugier von SpaziergängerInnen und RadfahrerInnen. Die Projektvorstellung erfolgte somit vor Ort mit den BesucherInnen, die das Projekt weitererzählten. Die Einladung von Medien erfolgte bewusst nach den ersten Bepflanzungen und den Bau von Hochbeeten. Der Stadtgarten wurde von Anfang an sehr positiv von der Bevölkerung aufgenommen, auch gab es bis heute keine mutwillige Zerstörung (wie von manchen prophezeit) oder Beschädigungen. Im Gästebuch vom Stadtgarten ist der Wunsch nach weiteren Klimaschutzgärten für die KEM-Gemeinden geäußert. Verstärkt wird dieser Wunsch bei Rückmeldungen in der Stadtgemeinde direkt.  Daher ist es auch geplant, weitere Klimaschutzgärten in beiden KEM-Gemeinden zu planen und umzusetzen.

Nachhaltige Perspektiven

Dran zu bleiben und immer wieder neue Wege gehen und dabei Kontakte teilen, hat sich bezahlt gemacht, die Früchte können alle Beteiligten nun gemeinsam und voller Stolz ernten. Auf dass Kooperationen dieser Art Schule machen und weiterhin bestehen mögen.

Motivationsfaktoren

Grünes im Grünen vermitteln ist der große Motivationsfaktor für die Leidenschaft der KEM zu Gärten. Von Jahr zu Jahr überschlagen sich die Hitzerekorde im urbanen Raum und gehören schon fast zu unserem Alltag. Mittlerweile gibt es eigene Klimakarten die Hitzezonen in Städten anzeigen bzw. voraussagen. Die KEM-Gemeinden haben Strategien entwickelt und verschiedene Stränge verfolgt, wie mehr Natur in die Stadt gebracht werden kann. Und es werden nach wie vor Möglichkeiten ausgelotet, wie mehr Natur in der Stadt möglich ist und wie dabei auch soziale und arbeitsmarktpolitische Aspekte berücksichtigt werden können.

Modellregions-Manager

Kiendl Marianne
Kiendl Marianne

     43-3462-4050
     marianne.kiendl@tzd.at
Ort
Deutschlandsberg

"Ich habe von klein auf großen Respekt vor der Natur. Die Macht der Machbarkeit und die menschliche Ignoranz ermöglicht eine dramatische Umweltzerstörung. Für mich ist das Projekt Stadtgarten Deutschlandsberg eine Initiative, die auf die Zukunft gerichtet ist, es trägt dazu bei, die Bewusstseinsbildung für Klimaschutz in der KEM-Region umzusetzen."

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