Fernsehen gern sehen

LandeckTV

KEM-Managerin Elisabeth Steinlechner ist vor zweieinhalb Jahren eine Medienkooperation mit dem regionalen Kabelfernsehen eingegangen. Seither hat sich die Bekanntheit der Klima- und Energie-Modellregion Landeck und ihrer Projekte im Bezirk deutlich erhöht.

Es heißt, dass junge Menschen kaum noch fernsehen, sondern ihre Information vor allem aus dem Internet beziehen. Trotzdem wird Elisabeth Steinlechner gerade von jüngeren Menschen oft auf ihre Projekte angesprochen. Wie kann das gehen? Moderne Schnitttechnik oder aufwendige Animationen zeichnen das Format nicht aus. „Es ist die Regionalität“, ist die KEM-Managerin überzeugt. „Die Menschen interessiert es, was vor ihrer Haustür vor sich geht, und freuen sich, wenn sie Freunde oder Bekannte im Fernsehen sehen.“

Hohe Reichweite. 17 Beiträge von KEM-TV wurden seit Juni 2021 ausgestrahlt. Im Durchschnitt konnten damit jeweils rund 10.000 Menschen im Bezirk via Kabel erreicht werden. Zusätzlich gab es jeweils rund 6.000 bis 7.000 Aufrufe auf der Website. Die zwei bis drei Minuten langen Beiträge von KEM TV werden auf Landeck TV in der wöchentlichen Sendung „zrugg Gschaut“ gesendet. Jeden Freitagabend erscheint eine neue Folge, die dann in Schleife läuft – zwölfmal pro Tag. „Mit etwas Glück werden unsere Beiträge auch zwei Wochen lang gezeigt“, so Steinlechner.

Neben der wachsenden Bekanntheit der KEM freut sich Steinlechner auch über eine verstärkte Beteiligung der Bevölkerung an KEM-Projekten. „Wenn wir Projekte haben, bei denen es um das Mitmachen geht, haben wir nun immer ausreichend Anmeldungen“, erklärt Steinlechner. „Letztendlich generieren wir mit KEM TV mindestens so viel Reichweite wie mit konsequenter Social-Media-Arbeit.“ Mit dem Unterschied, dass die KEM-Managerin von 30 Gemeinden nicht selbst filmen, fotografieren, schreiben, posten und die Social-Media-Kanäle betreuen muss. Die Kosten der Medienkooperation betragen 30.000 Euro für drei Jahre – also für die aktuelle Weiterführungsphase der KEM.

Thematische Vielfalt. Prominent kommt in KEM TV derzeit das neue Raiffeisen Public E-Carsharing vor, das im Oktober 2023 startete. In Kooperation mit den lokalen Raiffeisen-Banken, floMOBIL, dem E-Carsharing-Anbieter aus Wörgl, und neun KEM-Gemeinden gelang es der KEM Landeck, ebenso viele neue Standorte für die nachhaltige Alternative zum Zweit- oder Drittauto in Betrieb zu nehmen. Die Gemeinde Prutz betreibt schon seit Februar 2022 ein eigenes E-Carsharing, das ebenfalls mit der KEM Landeck umgesetzt wurde.

Höchst erfolgreich war auch der TV-Beitrag zum Thema „Raus aus Öl“, in dem die KEM im Frühjahr 2022 einen kostenlosen Heizungscheck anbot. „Die Mittel für dieses Projekt wurden voll ausgeschöpft“, freut sich Steinlechner. Wenig später konnten auch sechs Beherbergungsbetriebe im Kaunertal ausgezeichnet werden, die ihre Ölheizungen durch nachhaltige Alternativen ersetzten. Der moderne Holzbau, ein innovatives Wohnbauprojekt in Spiss und ein tägliches temporäres Fahrverbot auf einer Landecker Straße für mehr Sicherheit auf dem Schulweg standen ebenso auf dem Programm wie ein Vortrag des Meteorologen Andreas Jäger.

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