Öko Park Lorder

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Der Öko Park Lorder ist durch eine Kooperation der Stadtwerke Köflach GmbH mit der Familie Berger / Weber in Form eines Private-Public-Partnership (PPP)-Models 2013 entstanden. Er umfasst eine PV-Anlage mit einer Leistung von 2 000 kWp. Diese liefert jährlich Ökostrom von 2 250 000 kWh und ermöglicht eine CO2-Vermeidung von 1 028 t pro Jahr.

Projektinhalt und Ziel

Ziel des Projektes war es Freiflächen bestmöglich zu nutzen und eine kombinierte Bioenergieanlage zu errichten. Das Projekt sollte im Einklang mit der sozialen, ökologischen und nachhaltigen Einstellung der Familie stehen.

Quantitativ ist der Projekterfolg an folgenden Indikatoren messbar:
Planenergieertrag: 2 434 209 kWh/a (entspricht dem Strombedarf von 551 Haushalten (Strom-bedarf Durchschnittshaushalt: 4.417 kWh/a laut Statistik Austria).
CO2-Vermeidung: 1 028 t/a (bei 440 g/kWh gemäß E-Control).
Einhalten der Amortisationszeit von 13 Jahren. 

www.maria-lankowitz.at

www.stadtwerke-koeflach.at

Projektablauf

Der Öko Park Lorder ist auf Initiative der Familie Berger / Weber und durch Unterstützung der Stadt-werke Köflach GmbH entstanden. 2008 wurden 30 ha forstwirtschaftlicher Nutzfläche des Familienbe-triebes vom Sturmtief PAULA zerstört. Nach reichlichen Überlegungen entschied man sich neue Wege zu beschreiten und als weiteres wirtschaftliches Standbein in die ökologische Energieerzeugung ein-zusteigen. Gründe dafür waren u. a., dass es aufgrund der Höhenlage von 950-1150m ca. 80 bis 100 Jahre dauert, bis ein Baum geerntet werden kann. In weiterer Folge bedeutet dies auch, dass nach aufwendiger Neuaufforstung und Forstpflegearbeiten erst von der 3. Generation die Wertschöpfung dieser Mühen genossen werden kann.
Bei der Suche nach alternativen Nutzungsformen waren zwei Kriterien ausschlaggebend: die Steue-rung des unternehmerischen Risikos einerseits und die Lukrierung von kurz- und mittelfristigen Ein-nahmen, um das Überleben des Forstbetriebes zu sichern, andererseits. Bereits die Vorfahren von Frau Berger haben am Bach, der an der südlichen Grenze des Grundstücks verläuft, Getreidemühlen betrieben. Anknüpfend an diese Tradition wurde der Gedanke aufgegriffen, dass Gefälle des Baches durch die Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes erneut energetisch zu nutzen.
Nach Abklärung mit dem örtlichen Netzbetreiber, der Stadtwerke Köflach GmbH, stand fest, dass eine Einspeisung ins Netz möglich wäre. Aufgrund der Entfernung zur nächstgelegenen Trafostation von 2 km war die Wirtschaftlichkeit der Leitungsrechnung nicht gegeben. Die Stadtwerke Köflach GmbH haben deshalb die Kombination des Wasserkraftwerkes mit einer großen PV-Anlage vorgeschlagen. Die südliche Ausrichtung des Grundstückes und dessen Lage auf 960 Höhenmetern sind, aufgrund der höheren Einstrahlungswerte gegenüber Photovoltaikanlagen in niedriger gelegenen Gebieten, optimal für die Errichtung einer derartigen Anlage.
Die Vorlaufzeit mit Bewilligungs- und Förderverfahren betrug 5 Jahren. Im Frühsommer 2013 konnte mit dem Bau der PV-Anlage begonnen werden. Die Bauphase dauerte 4 Monate. Im Oktober dessel-ben Jahres konnte die Anlage ans Netz gehen.
Auch das Bewilligungsverfahren für das Kleinwasserkraftwerk ist abgeschlossen. Einer Realisierung des Gesamtkonzeptes steht nun nichts mehr im Wege.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Das Gesamtvolumen beträgt 3, 6 Mio. €. Das Vorhaben wurde durch Eigenmittel der Familie Berger / Weber und Fördermittel finanziert. Zur Ausfinanzierung des Projektes wurde ein Darlehen in Anspruch genommen. Die berechnete Amortisationszeit beträgt 13 Jahre.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

1 028 t / a.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Im Rahmen des Familienerlebnistages der Stadtwerke Köflach GmbH, an dem mehr als 1000 BesucherInnen teilgenommen haben, wurden Exkursionen zum und Führungen durch den Öko Park angeboten.

 

Nachhaltige Perspektiven

Besonders positiv hervorzuheben ist die Realisierung im Rahmen eines Private-Public-Partnership (PPP) Modells durch die Kooperation mit der Stadtwerke Köflach GmbH.

 

Motivationsfaktoren

Ausschlaggebend für die Errichtung des Öko Paks waren die Zerstörungen, die das Sturm-tief PAULA an dem Forstbetrieb angerichtet hat. Die darauffolgenden Überlegungen führ-ten zur Umorientierung des Betriebes.
Ähnliche Projekte in der Region sind u. a. :

  • PV-Bürgerbeteiligungsanlage Neue Mittelschule Köflach und Kleinwasserkraftwerk Sallabach www.stadtwerke-koeflach.at
  • Windkraftwerk Gaberl, Bioenergie Köflach bzw. Stadtwerke Köflach GmbH, www.energie-partner.at bzw. Salzstiegl, Hr. Kaltenegger, Almerlebnishaus Moasterhaus
  • PV-Tracker Schloßberg Voitsberg www.stadtwerke-voitsberg.at
  • Uvm… .

Modellregions-Manager

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Geschäftsführer Binder Johannes

     43-3142-28730
     j.binder@energie-center.at

Berufliche Laufbahn

Management im Familienbetrieb Josef Binder Maschinenbau- und Handels GmbH, Gründungs- und Vorstandsmitglied im Ausbildungsverbund Metall, derzeit Inhaber und Geschäftsführer der Fa. Binder Lernwerk GmbH und Geschäftsführer im EC Energie Center Lipizzanerheimat


Ort
Bärnbach

Modellregionsmanager Johannes Binder: "Der Öko Park Lorder ist ein innovatives Projekt unter den Gesichtspunkten von Ökologie und Nachhal-tigkeit. Mit über 2 000 MWp ist die Photovoltaikanlage die größte in der Lipizzanerheimat. Das in Pla-nung stehende Kleinwasserkraftwerk rundet das Gesamtkonzept hervorragend ab. Bemerkenswert, neben der Synergie der beiden Bioenergieanlagen, ist auch die Umsetzung des Projektes in Form eines Private-Public-Partnership (PPP) Modells."

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