Energieeffizienz und Erneuerbare Energie in Freibädern

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Die beste Energiequelle ist und bleibt das Einsparen von verschwendeter Energie. Wir wurden bei Freibädern fündig und konnten bei 2 Bädern in Summe über 70.000 kWh pro Jahr einsparen. Eine technische Nachrüstung sowie das konsequente Ausnutzen der gesetzlichen Rahmenbedingungen machte es möglich. Das Projekt ist leicht auf andere Bäder übertragbar.

Modellregion:
Traunsteinregion
Modellregions-Manager:
DI Gaigg Horst
Projektinhalt und Ziel

Analyse und Optimierung der Pumpensteuerung in den beiden Freibädern Laakirchen und Vorchdorf. Der verbleibende Stromverbrauch sollte weitgehend durch erneuerbare Energie (PV) gedeckt werden.

Das Ziel war eine nachhaltige Senkung des Energieverbrauchs in beiden Freibädern. Dieses Ziel konnte erreicht werden. Es liegen bereits Abrechnungen von beiden Gemeinden vor.

 

 

Projektablauf

Die Ersten Gespräche fanden bereits vor 3 Jahren statt. Nach umfangreichen Analysen und Berechnungen konnten die Einsparungspotentiale ermittelt und den Gemeindevertretern vorgelegt werden. Der Gemeinderat beider Gemeinden gab für die Optimierung grünes Licht.
Die Nachrüstung mit Frequenzumrichtern erlaubt die Drehzahlregelung der Pumpen. Damit ist es möglich die Volumenströme auf den tatsächlich geforderten Wert einzustellen und den Volumenstrom außerhalb der Betriebszeiten auf 50% abzusenken.
In Vorchdorf wurde zusätzlich eine PV Anlage mit 20 kWp installiert.
Als angenehmer Nebeneffekt wurde durch die Maßnahme die Laufzeit der Pumpen erhöht. Die überdimensionierten Pumpen können sehr leicht zu kavitieren beginnen. Dadurch wird die Laufzeit der Pumpenräder stark herabgesetzt. In der Vergangenheit begegnete man diesem Problem einfach damit, dass durch halbgeschlossene Absperrklappen ein Rückstau erzeugt wurde.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

Die beiden Projekte wurden direkt von den Gemeinden finanziert. Eine Förderung dafür konnte nicht lukriert werden.
Die Amortisationszeit in Laakirchen beträgt etwas über 3 Jahre. In Vorchdorf sind es etwas über 10 Jahren. Hierbei ist auch die PV Anlage eingerechnet.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen

Die jährliche Einsparung bei beiden Projekten beträgt 73.000 kWh oder 9,5 Tonnen CO2.
Quelle: Umweltbundesamt.

Projekterfolge (Auszeichungen) / Rückschläge in der Umsetzung

Von großer Bedeutung bleibt weiterhin die Betriebsführung in den Freibädern. Die technische Umsetzung des Projektes ist noch kein Garant für den Erfolg.
Für derartige Projekte ist ein nachfolgendes Monitoring von eminenter Bedeutung um eventuelle Problem e frühzeitig zu erkennen.

Nachhaltige Perspektiven

Die beiden Projekte wurden bereits innerhalb der Gemeinden kommuniziert. Die hohen Einsparungen führten auf Gemeindeebene zu einer zusätzlichen Bewusstseinsbildung.
Es ist von großer Bedeutung alle handelnden Personen, insbesondere die Bademeister, von Anfang an miteinzubinden.

Motivationsfaktoren

Die Filterumwälzpumpen in den Freibädern wurden in der Vergangenheit  oft zu großzügig dimensioniert und laufen länger als laut Bäderhygieneverordnung notwendig wäre.
Eine Analyse der Möglichkeiten ergab ein Einsparpotential von 20 bis 30% bezogen auf den bisherigen Stromverbrauch.

Modellregions-Manager

DI Gaigg Horst

     43-7612-9003
     43-676-9377406
     office@tzs.at

Ort
Gmunden

Horst Gaigg: "Freibäder erfüllen im Sommer eine wichtige Funktion als Nahversorger für Erholung, Entspannung und Sport. Um die Wassermengen in den Becken sauber halten wird viel Energie benötigt. Durch eine clevere Steuerung der Umwälzpumen und eine konsequente Nutzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind enorme Einsparungen realisierbar. In Laakirchen und Vorchdorf konnte umgerechnet der Stromverbrauch von fast 20 Haushalten eingespart werden."

 

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