Energieregion Osttirol: Solarpotentialstudie Osttirol

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Flächendeckend für jeden m² Osttirols wurde die Sonnenscheindauer und die damit verbundenen Solarpotentiale in kWh ermittelt. Die Ergebnisse kann jede/r kostenlos für den jeweiligen Standort übers Internet abfragen; auf den Gemeinden kann man sich außerdem die Detaildaten für jeden m² ausdrucken lassen.

Modellregion:
Nationalpark Hohe Tauern *
Modellregions-Manager:
MMag. Winkler-Pletzer Georgia
Projektinhalt und Ziel

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Energieregion Landeck durchgeführt, der Projektinhalt war von Anfang an klar: So sollten für beide Bezirke die Sonnenscheindauer und die Solarpotentiale flächendeckend ermittelt werden (die Detailschärfe konnte allerdings zwischen Siedlungsraum und umgebende Bereiche differieren). Die Berechnung des Solarpotentials sollte auf Basis des Oberflächenmodells, sprich Laserscan-Daten, und des digitalen Geländemodells des Landes Tirol erfolgen. Wichtig war außerdem, dass die ausgewerteten Daten in das Tiroler Raumordnungsinformationssystem TIRIS werden, allen öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung stehen und für Privatpersonen kostenlos über das Internet abrufbar sind.


Das Projektziel war dementsprechend klar: Die erhobenen, ausgewerteten Daten sollten so benutzerfreundlich im Internet abzurufen sein, dass Laien eine Ersteinschätzung treffen können, ob sich eine bestimmte Fläche (insbesondere natürlich die Dachflächen) für Solarenergie prinzipiell eignen, mit welchem Energieertrag man rechnen kann und wo sich besonders geeignete Flächen (z.B. für Gemeinschaftsanlagen) befinden. Im Idealfall sollten so Solar- bzw. Photovoltaikanlagen dort entstehen, wo sie den höchsten energetischenen Ertrag "abwerfen". Weiters sollten sich auch dann all jene, deren Standort einen geringen Solarertrag aufweist an einer Gemeinschaftsanlage beteiligen können, die am besten Standort errichtet wird.

Projektablauf

Im April 2011 wurde die Ausschreibungsunterlage (es wurde öffentlich ausgeschrieben) erstellt. Bis 8. Juni 2011 konnten Bewerber ihr Angebot einreichen. Zeitgleich wurde der Leader-Antrag gestellt; gerechnet wurde damit, das Projekt bis Ende 2012 zu beenden.

Den Zuschlag erhielt die Firma Laserdata, welche ihr Leistungen im persönlichen Gespräch in Osttirol nochmals vorstellte.
Bereits bis Jänner 2012 wurde das Solarpotential für den Bezirk komplett erhoben und der Datensatz dem Land zur Eingabe ins TIRIS einzugeben.
 

Damit die Osttiroler/-innen bereits die Ergebnisse einsehen können, richtete uns die Firma Laserdata einen internen link ein.
Weiters wurde eine Infobroschüre erstellt und eine Pressekonferenz organisiert, in welchem die Experten von Laserdata und der Energiebeauftragte des Landes, Stephan Oblasser, die Solarpotentialstudie vorstellten.


Im Feber 2012 wurden in jedem der drei Osttiroler Planungsverbände ein Informationsabend durchgeführt.
Weiters erhielten alle Gemeinden den Datensatz mit der Detailauswertung für jeden m² ihrer Gemeinde, ein Infoblatt und einen Mustertext für ihre Website. Die Gemeindebediensteten wurden für das eigene Programm eingeschult.
 

Am 30. März wurde die Studie im Rahmen des "Tag der Sonnenenergie" der Raika Lienz nochmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Seit Sommer 2012 sind die ausgewerteten Daten nun auch über die Landes-Seite unter TIRIS abrufbar.

Angabe / Abschätzung der Kosten in EUR

34.600 € brutto - der Skontobetrag (3 ) ist hier bereits abgezogen (Zeitraum des Projekts: 12 Monate). Hiervon wurden 80 % über LEADER (überregionales Projekt) gefördert; der Eigenmittelanteil wurde über die Tiroler Energiestrategie finanziert.
Die Schulungen wurden eigens in Rechnung gestellt.

Nachhaltige Perspektiven

Die Kooperation mit der Energieregion Landeck hat sehr gut funktioniert. Ebenso erfreulich war, dass - auf Nachfrage von Energieteams - in der Folge drei äußerst gut besuchte Info-Veranstaltungen zum Thema "Photovoltaik" in Osttirol organisiert wurden. 


 

Motivationsfaktoren

Kooperationspartner: Energieregion Landeck

Modellregions-Manager

MMag. Winkler-Pletzer Georgia

     43-6562-623631
     leader-pletzer@nationalparkregion.at

Ort
Mittersill

DI Michael Hohenwarter: "Jetzt ist es amtlich: Osttirol ist DER Sonnenbezirk! Sogar die Experten waren von den guten Werten überrascht; haben wir doch in Osttirol ca. 100 Stunden mehr Sonne als in Innsbruck und ein durchschnittl. Solarpotential von über 1.000 kWh / m²! Wenn man bedenkt, dass sich Flächen ab 900 kWh / m² für Solarthermie und Photovoltaik eignen, wissen wir in welche Richtung es gehen soll..."

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