Giro to Zero – 95 Stationen in 95 KEMs

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KEM-Projekt des Jahres. Zwei Oberösterreicher haben sich am 28. Mai aufgemacht, Österreich mit Lasten-E-Bikes zu durchradeln. Die KEM-Manager aus Urfahr-West und Sterngartl-Gusental Herwig Kolar und Simon Klambauer treten in die Pedale, um Aufmerksamkeit für die 95 österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen zu erregen und alternative Mobilität von der Stadt aufs Land zu bringen. Am 4. Juni wurde der Giro to Zero zum KEM-Projekt des Jahres gewählt.

Das KEM-Programm des Klima- und Energiefonds wird heuer zehn Jahre alt. Das nahmen Simon Klambauer und Herwig Kolar zum Anlass, ein Leitprojekt zu starten, das erstmals alle 95 österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen verbindet. Und zwar mit elektrisch unterstützten Lastenrädern. „Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die vielfältige und wichtige Arbeit der österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen lenken“, sagt Simon Klambauer. „Wir probieren aus, ob die Akkus für die versprochenen 100 Kilometer reichen und machen kurze Station in jeder einzelnen KEM.“

„Wir freuen uns, wenn  andere Menschen einen Teil des Weges gemeinsam mit uns zurücklegen, um ein Zeichen für eine nachhaltige Mobilität zu setzen“, ergänzt Herwig Kolar. Fünf Etappen in 30 Tagen haben sich Klambauer und Kolar vorgenommen. Die erste startete am 28. Mai in der KEM Vösendorf. Von dort ging es zunächst nach Wien zum R20 Austrian World Summit – zu Arnold Schwarzenegger und Greta Thunberg.

Start mit Prominenz. Schwarzenegger ließ es sich nicht nehmen, den beiden KEM-Managern auf die Schultern zu klopfen: „Städte und Regionen zeigen täglich: Ihr Beitrag ist ausschlaggebend für eine nachhaltige, emissionsarme Zukunft. Ich freue mich, beim Auftakt der Radtour zu den Modellregionen dabei zu sein und wünsche den beiden Sportlern alles Gute für ihre Tour!“

Dem schloss sich Klimafonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth vollinhaltlich an: „Herwig und Simon lenken mit ihrem sportlichen Einsatz große Aufmerksamkeit auf die engagierte und vielschichtige Arbeit der 95 Klima- und Energie-Modellregionen. Und sie zeigen vor, dass alternative Mobilität nicht nur wichtig für den Klimaschutz ist, sondern auch eine Menge Spaß machen kann.“

Erste Etappe. Von Wien ging's in die KEM Marchfeld, in die KEM3 und in die KEM Neusiedlersee-Seewinkel. In Neusiedl am See war Schluss für den ersten Tag. In den folgenden Tagen führte die Route weiter ins südliche Niederösterreich, dann rauf ins Weinviertel und von dort nach Zwentendorf zur heurigen Hauptveranstaltung der Klima- und Energie-Modellregionen – wo die beiden Freunde die heiß begehrte Trophäe aus Holz und Kabeln entgegennahmen.

Bei allen Stationen wurden die zwei Männer mit ihrer eigens angefertigten Sportswear in Blau, Grün und Gelb herzlich von den KEM-ManagerInnen und anderen Local Heros empfangen. In der KEM Pulkautal kamen sie gerade rechtzeitig zur regionalen Veranstaltung „Ein Tal am Rad“, an der rund 1.000 RadlerInnen teilnahmen. In der KEM Retzerland wurden sie von einer Abordnung von RadlerInnen abgeholt und zum Mobilitätstag in Retz begleitet.

Stramme Wadel. Bei Tagesetappen von bis zu 135 Kilometern wurden Mensch und Maschine ordentlich auf die Probe gestellt. „Natürlich muss man sich an ein Zweirad dieser Länge erst gewöhnen, aber dann fährt es sich ausgesprochen gut“, zeigt sich Klambauer mit seinem Radl zufrieden. „Nachdem Herwig und ich recht sportlich sind, kamen wir mit einer Akku-Ladung bis zu 125 Kilometer weit. Allerdings stehen die Bergetappen noch bevor.“

„Wir möchten uns bei unseren KollegInnen nicht nur für die Kür zum KEM-Projekt des Jahres bedanken, sondern auch für das wunderbare Zusammenspiel beim Giro to Zero“, sagt Kolar. „Wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Etappen.“

Zweite Etappe: 23.–27. Juni 2019, Steiermark, Südburgenland, Niederösterreich

  • KEM Graz-Umgebung Nord–KEM Energieregion Wechselland

Dritte Etappe: 6.–11. Juli 2019,  Steiermark, Kärnten, Osttirol

  • KEM Sonnenregion Hohe Tauern–KEM Bad Gams-Deutschlandsberg

Vierte Etappe: 9.–14. August 2019, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark

  • KEM Energiezukunft Thayaland–KEM Südliches Waldviertel

Fünfte Etappe: 29. August–1. September 2019, Vorarlberg, Tirol, Salzburg

  • KEM Vorderwald–KEM Nachhaltiges Saalachtal

Zielgerade. Der Giro to Zero endet am 16. September vor dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. „Wir werden Frau Bundesministerin Maria Patek eine Ansichtskarte aus allen 95 KEMs überreichen“, erklärt Klambauer. Der detaillierte Tourplan und die Erlebnisse der beiden können unter www.giro-to-zero.at abgerufen werden. Auf Facebook berichten Klambauer und Kolar über ihre Begegnungen und posten Bilder und kurze Videos aus der Helmkamera-Perspektive. Auch auf Instagram kann man die Tour mitverfolgen (@girotozero).