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Trins/Wipptal

Die Gemeinde Trins wird als Modell für eine ganzheitlich geplante und nachhaltige EnergieGemeinde etabliert und wirkt motivierend auf die Region Wipptal.

Besonderheiten: Trins ist ländlich strukturiert, und kann kaum Arbeitsplätze aufweisen. Durch die Topografie sind logistikabhängige Betriebsansiedlungen nicht möglich und auch der Tourismus ist nicht ausbaufähig. Die meisten Berufstätigen der Region pendeln nach Innsbruck/Umgebung. Für den Aufbau einer erneuerbaren und nachhaltigen Energiewirtschaft verfügt die Gemeinde jedoch über hervorragende Potenziale. Neben der Nutzung von Wasserkraft und Biomasse liegen auch sehr gute Bedingungen für die Nutzung von Sonnenenergie und Windkraft (äußerst selten in Tirol) vor.

Beteiligte Gemeinden: Trins


Wipptal (Brennerautobahn), ca. 30km von Innsbruck Modellregion seit 2011 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 2 49 km² 1268 EinwohnerInnen Modellregions-ManagerIn:
Mag. Marion Amort
Ziele

Die Gemeinde Trins wird ein "lebendiges Anschauungsobjekt" für ganzheitliche Energieplanung. Durch ein integratives Gesamtkonzept wird der Strom- und Wärmebedarf aus eigenen Quellen gedeckt. Einsparungen und regionaler Ausbau der "Erneuerbaren" gehen dabei Hand in Hand. Als greifbares Modell regen wir zur Nachahmung an und setzen zusätzlich durch Informations-, Beratungs-, und Sensibilisierungsmaßnahmen Impulse in der Region Wipptal. Mit einzelnen Gemeinden werden Kooperationen für Gemeinschaftsprojekte (v.a. Bereich Biomasse und Windkraft) aufgebaut.

Bereits durchgeführte Maßnahmen

Im Rahmen der nachhaltigen Gemeindeentwicklung (Lokale Agenda 21) wurde unter breiter Bürgerbeteiligung ein Leitbild erarbeitet, welches die bilanzielle Autarkie der Gemeinde verankert. Zunächst wurde der Ausbau von Solaranlagen forciert und mehrere Konzepte zur Verkehrsberuhung und Sicherheit umgesetzt. 

Seit 2008 wird an der Entwicklung der EnergieGemeindeTrins gearbeitet: Ein Energieteam wurde aufgebaut (BürgerInnen und Gemeinderäte) und eine Ist-Erhebung des Energiebedarfs der Gemeinde durchgeführt. Für die Gesamte Region wurden 3 Informationsveranstaltungen und eine Exkursion organisiert.

In Kooperation mit Energie Tirol wurde eine Thermografie-Aktion durchgeführt. Zur Erweiterung des bestehenden Wasserkraftwerkes wird mit der Nachbargemeinde Steinach ein Gemeinschafts-Projekt ausgearbeitet. In Zusammenarbeit mit der FH-Kufstein wurde eine Potenzialanalyse zur autarken Strom- und Wärmeversorgung erarbeitet, welche nun als Grundlage für die weiteren Schritte dient.

Geplante Maßnahmen

Aufbauend auf die Potenzialanalyse sollen nun Details geprüft werden um eine Entscheidungsgrundlage für konkrete Projekte zu erhalten. Zunächst wird das Umsetzungskonzept ausgearbeitet.

Aus heutiger Sicht wird dieses folgende Maßnahmen beinhalten:
Die Nutzung der Windkraft, die Verwertungsmöglichkeiten von Holz, als auch die Bedingungen für eine Biogasanlage werden vertieft analysiert. Betreibergemeinschaften und -konzepte werden ausgelotet / Kooperationen mit projektrelevanten Gemeinden der Region aufgebaut.

Eine weitere Säule im Gesamtkonzept bildet die Reduktion des Energiebedarfs. Ein langfristiger Plan zur thermischen Sanierung wird ausgearbeitet und durch weitere Einsparungsmaßnahmen ergänzt. Eine breite Palette an Informations- und Sensibilisierungs-Maßnahmen soll der gesamten Region zu gute kommen.

Modellregions-ManagerIn

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Mag. Marion Amort

WertBlick


 43-676-8419122002
 marion.amort@wertblick.at

Berufliche Laufbahn

Mehrere Jahre Projektmanagerin in EU-Projekten, 2007 Gründung des eigenen Beratungsunternehmens mit Schwerpunkt Organisationsentwicklung / Beteiligungsprozesse, Begleitung mehrerer Gemeindeentwicklungsprozesse mit Bürgerbeteiligung im Rahmen der LA21.


Ort
Vogelweiderstraße 20c, 6300 Wörgl/Tirol

"Gemeinden haben viele - oft schwierige - Investitionsentscheidungen zu treffen. Auf den Ausbau einer ökologischen Eigenproduktion von Energie zu setzen und diese mit Einsparungsmaßnahmen zu verbinden, kann keine Fehlinvestition sein. Sie macht die Gemeinde zukunftsfähiger, verbindet regionale Wertschöpfung mit Umweltschutz und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz."