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Naturpark Pöllauer Tal

Realisierung einer Klimaschutzvorzeigeregion in Ostösterreich durch ein aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel mit großem Aufwand-Nutzen-Verhältnis zusammen mit einem umfassenden Partizipationsprozess

Besonderheiten: Kleinregion versteht sich als eine Einheit (langjährige Kooperationen in zahlreichen Bereichen; gemeinsame Geschichte / Tradition); ländlich strukturierte Kleinregion, (sub)alpines Hügelland, hohe Intensität an Naturpark- und Klimaschutzmaßnahmen (seit 26 Jahren), hoher Land-/Forstwirtschaftsanteil, hohes Ressourcenpotenzial

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Beteiligte Gemeinden: Pöllau, Pöllauberg


Nord-Oststeiermark Modellregion seit 2012 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 1 124,7 km² 8136 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Victoria Allmer
Ziele
  • Im Naturpark Pöllauer Tal soll DIE Klimaschutzregion der Oststeiermark etabliert werden.
  • (Kommunale) Vorzeige-/Leuchtturmprojekte von Klimaschutz- und nachhaltigen Energiemaßnahmen sollen umgesetzt werden, wobei die kommunalen Einspareffekte eine Reduktion von 10 % bringen sollen.
  • E-Fahrzeuge und deren Infrastruktur sollen zur Verfügung gestellt werden.
  • Einschlägige Naturpark-Ausstellungen und Veranstaltungen sollen durchgeführt werden.
  • Schauanlagen von nachhaltigen Energietechnologien (KlimaschutzSCHAUstraße) sowie Lehr- und Wanderpfade sollen bereit gestellt werden.
  • Fahrgemeinschaften sollen gegründet werden.
  • Mindestens 200 kWp an Photovoltaik sollen installiert werden.
  • Der regionale Stromverbrauch soll um 5 % reduziert werden.
  • Einkaufsgemeinschaften zu unterschiedlichen nachhaltigen Technologien sollen eingerichtet werden (E-Bikes/Fahrzeuge, Photovoltaik, hocheffiziente Regelpumpen, Biomassekessel bzw. Kesseltauschaktionen et al.)
  • Der aktuelle Einsatz fossiler Energieträger zur Wärmebereitstellung soll um mindestens 10 % reduziert werden.
  • Eine Energiebuchhaltung soll in allen öffentlichen Gebäuden eingeführt werden.
  • Energieberatungen für Betriebe und Private sollen initiiert werden.
  • Ein Biomasselogistik- und -vermarktungskonzept in Kooperation mit den steirischen Biomassehöfen bzw. dem Waldverband soll zur Verfügung gestellt werden.
  • Der Einsatz von (Mirko)-KWK (insbesondere bei Großverbrauchern) soll analysiert werden.
Bereits durchgeführte Maßnahmen
  • Mitarbeit in der ARGE Naturparke Steiermark,
  • Touristische Zusammenarbeit beim Leitthema Rad,
  • Mitarbeit bei nachhaltigen Energiemaßnahmen im Netzwerk „Energieregion Oststeiermark“,
  • Klimaschutzaktivitäten im Rahmen der Stadtumland-Partnerschaft mit der Energieregion Weiz-Gleisdorf,
  • Betriebliche Agenda 21: Ökologische Landentwicklung (ÖLE) der Wirtschaft,
  • Gesunde Gemeinde: ÖLE der Freizeit, der Umwelt und des Sozialbereiches,
  • Mitarbeit in der Lokalen Agenda 21,
  • Biodieselinitiative,
  • Revitalisierung Saifenbach,
  • als Leaderregion „Oststeirische Kern-land“ werden nachhaltiger Konsum, soziale Ökologie und die Vermeidung von Umweltschäden gemeinschaftlich adressiert,
  • Durchführung des Forschungsprojektes Biodiversität („Lebensvielfalt"; von 2001 - 2004), welches umfassende naturwissenschaftliche Grundlagendaten über die Lebensraumausstattung oder das Arteninventar sowie neue Impulse lieferte,
  • Biomasse- bzw. Wärmeliefergemeinschaften,
  • Klimaschutzaktivitäten im Rahmen des Naturparks.
Geplante Maßnahmen

Maßnahmen im Bereich des Wohnens (Unterstützung von Energieplus-Bauten, Dämmen von Gebäuden und Austausch von alten Fenstern; Raumplanung entsprechend gestalten: Kurze Wege durch gezielte Betriebsansiedelung schaffen; Energiebuchhaltung für die Kleinregion; kontinuierliche Verbesserung der Dämmwerte der Gebäude; Austausch von veralteten und stark Energie verbrauchenden Geräten; Minderung von Emissionen; Forcieren von energieeffizienten Bauweisen; Ermöglichung von Baugebiete nur in klimatisch begünstigten Lagen);


Maßnahmen im Bereich Arbeiten und Verkehr (Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben / Treibstoffen einsetzen; es sollen Regionalität & lokale Bio-Lebensmittel bei den lokalen Nahversorgern forciert werden; erdölfreier Asphalt bei Straßenbauvorhaben; Spritfahrtraining für Fahranfänger und Fortgeschrittene; kommunale Förderung für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Elektrofahrräder, Hybridautos,…); Spritspartage, Autofreie Tage,…; im Bereich Energie, Landschaftspflege, Tourismus, Abfallverwertung u. ä. sollen sog. Green Jobs entwickelt werden, indem durch verstärktes Bewusstmachen die regionalen Landwirten und Gewerbetreibenden einen lokalen Markt für ihre Erzeugnisse schaffen können);
 

Maßnahmen im Bereich Erholung und Sicherung des Erholungsraumes (Schaffung von Schauanlagen und Vorzeigeobjekten im Erholungsraum; Schutz und Pflege des Landschaftsbildes; Schutz des Bodens, von Flora und Fauna und Schutz des Wassers durch Bio-Landwirtschaft und umweltschonende Raumplanung; Minderung der Luftschadstoffe; der Ausstoß von Treibhausgas soll minimiert werden; eine Verwaldung zu Lasten des Landschaftsbildes ist nicht vorgesehen, doch soll der Anteil an Waldflächen, insbesondere in den Schatten- und Steillagen der Kleinregion keinesfalls verringert werden);
 

Maßnahmen im Bereich Bildung (die Naturparkschulen sollen verstärkt eingebunden werden und als Multiplikatoren bei der Umsetzung der erarbeiteten Ziele tatkräftig mit helfen; jährliches Bildungsbudget für Energiesparmaßnahmen und Klimaschutz; projektrelevante Schulprojekte sollen initiiert werden);


Maßnahmen im Bereich Ver- und Entsorgung (Umstellen auf erneuerbare Energieformen beim Heizen bzw. Fernwärme; Stromversorgung auf Ökostrom umstellen bzw. Förderung von Photovoltaikanlagen; zusätzliche Gemeindeförderungen für erneuerbare Energieformen für private Haushalte; Optimierung Beleuchtungen; zentrale Bereitstellung von Biomasse; Initiierung von Nahwärmeprojekten; Ausbau von Kleinwasserkraftanlagen; Energiesparlampen- und -geräteförderaktionen für Haushalte und Gewerbe; Verwendung von Umweltschutzpapier; die Gemeinden planen gemeinsam eine solare Klärschlammtrocknung; Erfolgs-Bürgerbeteiligungsmodelle für Photovoltaik werden angestrebt; der Energiebedarf kommunaler Einrichtungen soll wesentlich gesenkt werden; die Energieversorgung soll zunehmend aus nachwachsenden heimischen Rohstoffen erfolgen; Solarthermie für die Warmwasserbereitstellung der Sportanlagen / Stadion durch Autonomisieren von Vereinen forcieren
 

Maßnahmen im Bereich Bewusstseinsbildung & Kommunikation (Informationsfluss zur Bevölkerung verstärken; Bildung von Arbeitsgruppen (Wirtschaft, Mobilität, Heizen,…) mit Einbeziehung der Bevölkerung und Wirtschaft; das Umweltbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung der Kleinregion sollen durch eine Informationsoffensive für technische Maßnahmen inkl. Förderberatung gestärkt werden; Forcierung eines Bürgerbeteiligungsprozesses für die gemeinsamen Ziele; Auslobung und Prämierung kleiner Wettbewerbe für Energie- und Umweltschutzmaßnahmen, mit dem Ziel den Einzelnen zu motivieren, selbst einen Beitrag zur Modellregion zu leisten; Erstellung von partizipativen Umsetzungsmodellen (PPP); Schaffung eines lokalen Informationszentrums der Modellregion; Energiebuchhaltung für sämtliche öffentliche Gebäude; Vorbildwirkungen bei öffentlichen Gebäuden und kommunalen Fahrzeuge hinsichtlich Energiesparen, nachhaltige Energiebereitstellung und Umweltschutz

Modellregions-ManagerIn

allmer victoria
Victoria Allmer

 43-677-62463414
 klimaschutz@naturpark-poellauertal.at

Berufliche Laufbahn

Berufserfahrung: 

10/2016 - heute Klimabündnis Österreich GmbH, Graz

  • Öffentlichkeitsarbeit und Projektbetreuung

 

09/2016 - heute Karl-Franzens-Universität Graz

  • Studentische Mitarbeiterin im Lehrbetrieb

 

07/2016 - 09/2016 Klimabündnis Österreich GmbH, Graz

  • Praktika in Projektassistenz (Europäische Mobilitätswoche)

 

03/2016 - 06/2016 Karl-Franzens-Universität Graz

  • Studentische Mitarbeiterin im Lehrbetrieb

 

Ausbildung:

2015 - heute Masterstudium der Umweltsystemwissenschaften

  • Fachschwerpunkt Nachhaltigkeitsorientiertes Management,
  • Karl-Franzens-Universität Graz
  • Leistungsstipendium im Studienjahr 2015/2016

 

2012 – 2015 Bachelorstudium Umweltsystemwissenschaften

  • Fachschwerpunkt Betriebswirtschaft,
  • Karl-Franzens-Universität Graz
  • Leistungsstipendium im Studienjahr 2014/2015

 

2006 – 2011 Höhere Lehranstalt für Produktmanagement und Präsentation, Oberwart

  • Matura mit ausgezeichnetem Erfolg abgelegt

Ort
Schlosspark 50, 8225 Pöllau
Öffnungszeiten
Mi 15-18 Uhr und Do 9-12 Uhr, sowie jederzeit nach Vereinbarung