AngerFloing 02

Anger & Floing

„Energieeffizientes Leben“ und „Regionalität“, haben bei der Umsetzung oberste Priorität. Mit jeder Maßnahme verfolgen wir das Ziel, uns diesen beiden Kriterien immer mehr anzunähern.

Besonderheiten: Florierendes und vielfältiges Geschäftsleben in bäuerlicher Umgebung - sehr gutes regionales Miteinander.

Die Gemeinden Anger und Floing liegen an der Feistritz, etwa 40 km nordöstlich von Graz und 13 km nordöstlich der Bezirkshauptstadt Weiz. Die Modellregion reicht in den Naturpark Almenland. Die Gemeinden liegen in der Hügellandschaft der Oststeiermark am Fuße des Rabenwaldes und am Beginn der Steirischen Apfelstraße. Die Marktgemeinde Anger ist hierbei ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in der Oststeiermark.

Beteiligte Gemeinden: Anger, Floing


Oststeiermark – Bezirk Weiz Modellregion seit 2015 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 1 67 km² 5359 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
DI Alexandra Berger
Ziele

Wir wollen auf der einen Seite Möglichkeiten schaffen, klimafreundlicher im Alltag zu leben und auf der anderen Seite den Verbrauch von Energie und die Produktion von CO2 senken. Dafür wollen wir auch weiterhin viele kleinere und auch große Maßnahmen in der Weiterführungsphase 1 umsetzen, um die schon erreichten Ziele weiter auszubauen.

Unsere 5 aktuellen Erfolgsindikatoren:

  1. Anteil Gemeinden in der Energieregion mit Energiemanagement für kommunale Gebäude und Anlagen [KEM]
  2. Verbrauch Strom pro Fläche kommunale Gebäude [e5 & KEM]
  3. PV installiert pro EW [KEM]
  4. Anteil neu zugelassene mehrspurige E-KFZ (rein batteriegetrieben) [KEM]
  5. Energieberatungen für Haushalte und Betriebe pro 1000 EW [e5 & KEM]
Bereits durchgeführte Maßnahmen
  • Energetische Buchhaltung in öffentlichen Gebäuden
  • Umstellung der kommunalen Straßenbeleuchtung auf effiziente Leuchtmittel
  • Klimabewusstes und regionales Einkaufen (inkl. Zustellservice für die Nahversorgung)
  • Verschiedene Einkaufsgemeinschaften (z. B. Pellets, LED, E-Bikes, Umwälzpumpen etc.)
  • Schulische Schwerpunktaktionen im Umwelt- und Energiebereich
  • Energieeffizienz-Offensive für Private (Beratung, Informationsveranstaltungen, hydraulischer Abgleich, etc.)
  • Maßnahmenbündel im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität (z. B. Teilnahme an „Radl zur Arbeit“, Fahrgemeinschaften, E-Bike-Schwerpunkte, E-Mobilität,
  • Bewusstseinsbildung etc.)
  • Durchführen von Energiewanderungen für Erwachsene und Schüler (z. B. Besichtigung von Heizwerken, E-Werken, Pelletsproduktion, Photovoltaik etc.)
  • Energieeinsparung in den Betrieben
  • Ausbau von Photovoltaik
  • Forcierung von Ökostrom

 

Best Practice Beispiel:

Energieautarke Trinkwasserversorgung in der Marktgemeinde Anger

Die Marktgemeinde Anger musste die größte Trinkwasserversorgungsanlage der Gemeinde, welche das gesamte Ortszentrum mit 298 Haushalten mit Trinkwasser versorgt, sanieren. Anstatt eines Druckreduzierers und einer neuen Stromversorgung baute man ein kleines Trinkwasserkraftwerk in die Anlage ein und versorgt sich nun mit seinem eigenen Strom.

Es wurde eine Mini-Peltonturbine und ein Generator mit 11kW Leistung in die Fallleitung eingebaut, womit der Betriebsstrom für die Anlage, sprich Lichtstrom, Pumpen, usw. selbst aus erneuerbaren Energieträgern produziert wird.

Durch die Umsetzung dieses innovativen, umweltschonenden, energie- und kosteneffizienten Projekts, erreichte die Marktgemeinde Anger zum einen Kosteneinsparungen bei der Sanierung. Zum anderen wurden dadurch auch die langfristigen Kosten des Betriebs der Anlage gesenkt. Außerdem soll das Projekt für andere Gemeinden und Städte auch als Anstoß dienen, selbst auch eine energieautarke Trinkwasserversorgungsanlage zu installieren, und bestmöglich auch so wie die Marktgemeinde Anger in ein bestehendes Versorgungsnetz zu integrieren.

Die Marktgemeinde Anger macht mit dieser energieautarken Trinkwasserversorgung einen großen, ambitionierten und nachhaltigen Schritt in die richtige Richtung. Aufgrund der Einzigartigkeit des Projekts wurde es von der Leaderregion „Zeitkultur Oststeirisches Kernland“ unterstützt.

Geplante Maßnahmen
  • Kommunale Gebäude: Energiebuchhaltung weiterführen
  • Klimaschutz & Schule: KEM für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern
  • Intensivieren von Energiesparmaßnahmen in Haushalten
  • Umweltfreundliche Mobilität: Weiterführung und Intensivierung des Maßnahmenbündels
  • Photovoltaik für alle: Neubau und Optimierung
  • Umstieg auf CO2-neutralen Strom
  • Jährlich durchgeführte KEM-themenbezogene Wirtschaftsmesse
  • Schulwettbewerb + fifty/fifty
  • Energiesparmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft
  • Erneuerbare und Energieeffizienz beim Neubau und in der thermischen Sanierung
  • Wissenstransfer- und Forschungsreise zu anderen KEMs
  • Orientierung im Förderwesen von Klimaschutzmaßnahmen
  • Richtig und ökologisch dämmen
  • Erneuerbare und Energieeffizienz in den Betrieben der KEM

Modellregions-ManagerIn

berger_alexandra.jpg
DI Alexandra Berger

 43-664-88670746
 kem-manager@angerhats.at

Berufliche Laufbahn

Ausbildung:

  • HTBLA Weiz - Maschinenbau/Wirtschaftsingenieurwesen
  • FH Joanneum - Bauplanung und Baumanagement – Ingenieurbau (Bachelorstudiengang)
  • FH Joanneum - Baumanagement und Ingenieurbau (Masterstudiengang) mit Spezialisierung auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Bauwesen

Dienstverhältnisse:

  • Ed. Züblin Direktion Stuttgart - BVH TaunusTurm Frankfurt/Main - Bauleitung
  • Zentrale Technik Wien (Strabag SE) - Kalkulation
  • Berger GmbH – Auftragsabwicklung
  • Seit September 2016 KEM Anger & Floing - Regionsmanagerin

Ort
Südtirolerplatz 3, 8184 Anger
Öffnungszeiten
Mo – Fr 8.00-15.00, Telefonische Terminvereinbarung erwünscht.

Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. 
Weiters gilt für sämtliche, über Formulare auf dieser Website übermittelten Daten unsere Datenschutzerklärung.