Alternatives Zwentendorf - Tullnerfeld West

Die Region stellt sich der Herausforderung, gemeinsam die Aktivitäten für die Nutzung der regionalen Ressourcen in der Region zu koordinieren und zu intensivieren und damit die Chancen zu nutzen, die Vision einer, in Anlehnung an die Zielsetzungen der LEADER-Region Donauland Traisental Tullnerfeld, 100 prozentigen Eigenversorgung bei Strom und Wärme, sowie 50 Prozent bei Treibstoff bis 2020 in der Region zur Umsetzung zu bringen.

Besonderheiten: Eine Besonderheit der Region stellt die Lage rund um das nicht in Betrieb gegangene AKW sowie das Vorhandensein zahlreicher überregionaler Energieversorgungsanlagen dar (Wasserkraftwerke an der Donau, Wärmekraftwerk Dürnrohr, Abfallverwertungsanlage der EVN am Standort Dürnrohr, Bioethanolanlage Pischelsdorf).
Rund 60% der Regionsfläche wird als landwirtschaftliche Flächen (Ackerland, Spezialkulturen, Wein) sowie Grünland genutzt.

Beteiligte Gemeinden: Atzenbrugg, Langenrohr, Michelhausen, Sitzenberg-Reidling, Zwentendorf an der Donau


Modellregion seit 2012 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 1 156,5 km² 9203 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Franz Figl
Ziele

Die Modellregion baut auf den vorhandenen Zielsetzungen & Strukturen der LEADER-Region Donauland-Traisental-Tullnerfeld auf und möchte das insbesondere im westlichen Tullnerfeld, bei den fünf teilneh-menden Gemeinden, als sehr hoch eingeschätzte Potential für die optimale energetische Nutzung landwirtschaftlicher Ressourcen sowie Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz und Mobilität dazu nutzen, eine überregionale Sichtbarkeit und Vorbildwirkung zu erzeugen.

 

Die Idee eines „virtuellen“ Kompetenzzentrums, aufgrund der vorhandenen Dichte von Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und Energieversorgern/Netzbetreibern mit Erfahrung im Bereich nachhaltiger Energienutzung, soll die Stärken des regionalen Ansatzes und damit die Schaffung einer Modellregion leiten.

 

Dies soll erreicht werden durch die Bündelung von Interessen in allen Bereichen der regionalen Ressourcen und der regionalen Autarkie, insbesondere bei:

  • Verwertung landwirtschaftlicher Ressourcen
  • Abfall- und Reststoffverwertung
  • sonstiger biogener Ressourcen
  • alternativen Treibstoffen
  • sowie sonstiger erneuerbarer Energieträger (z.B. Sonnenenergie)
Bereits durchgeführte Maßnahmen

Ein Regionales Energiekonzept für die Leader-Region Donauland Traisental Tullnerfeld wurde im Zeitraum 2010/2011 erarbeitet, welches jedoch den Fokus auf die Gesamtregion hat.
Das Energiekonzept für die Leader-Region umfasste folgende Aktivitä-ten:

  • Impulsveranstaltung
  • Analyse des energetischen Ist-Zustandes der Leader-Region DTT (keine Gemeindeerhebungen bzw. speziellen Auswertungen von Potentialen)
  • Potenzialabschätzung erneuerbare Energien
  • Verabschiedung einer Energievision für die LEADER-Region
  • Erstellen einer Roadmap zur Schaffung einer nachhaltigen Energiezukunft in der gesamten Region
  • Durchführung von 3 Energieschmieden, Workshopreihe, einer Exkursion und weiterer PR-Maßnahmen.
  • Industrielle Abwärmenutzung in der Stadtgemeinde Herzogenburg
  • Nutzung von Kleinwasserkraft im Traisental

Die Gemeinden Atzenbrugg, Langenrohr, Michelhausen und Zwentendorf sind überdies Mitglied im Klimabündnis Österreich.

Geplante Maßnahmen
  • Erstellung eines Regionalen Ressourcenkonzepts
  • Entwicklung einer Strategie zur Nutzung regionaler biogener Rohstoffe, Realisierung eines Demonstrationsprojektes zur Vorbildwirkung und Erhöhung Energieproduktion durch regionale nachwachsende Rohstoffe bzw. aus agrarischen oder kommunalen, biogenen Abfällen
  • Aufbau eines Kompetenzzentrums für regionale Energieträger
  • Nutzung regionaler Ressourcen und Bündelung von vorhandenen Kompetenzen im Bereich erneuerbarer Energie-, Speicher- und Netztechnologien, Vernetzung der regionalen und überregionalen Partner und Know-how-Träger im Bereich der Qualifizierung und Ausbildung, Aufbau einer Projektpipeline für die Umsetzung von Demonstrationsprojekten
  • Fokusprogramm Energieeffizienz
  • Entwicklung einer Strategie zur Erhöhung der Energieeffizienz, Identifikation und Begleitung von Schwerpunktprogrammen zur Sichtbarmachung von Effizienzmaßnahmen in der Region, Umsetzung von vorbildhaften Projekten in ausgewählten Sektoren
  • Mobilität und Raumentwicklung
  • Regionale abgestimmte nachhaltige Raumentwicklung, Steigerung des Radverkehrsanteils in der Modellregion, Gemeinden werden Vorbilder in Sachen Elektromobilität für die Bürger der Modellregion und „elektrifizieren“ einen Teil ihres Fuhrparks, Optimierung der Erreichbarkeit des Zentralbahnhofs Tullnerfeld mit dem Fahrrad
  • Öffentlichkeitsarbeit und (über)regionale Informations- und Vernet-zungstätigkeiten
  • Veranstaltungen zu Energiethemen in der Region, Vernetzungstreffen mit den regionalen Akteuren, Informationsveranstaltungen für BürgerInnen, Bündelung der PR-Maßnahmen

Modellregions-ManagerIn

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Franz Figl

 43-676-3523354
 franz.figl@conplusultra.com

Berufliche Laufbahn

Studium der Technischen Chemie an der TU Wien und in Madrid, Lehrgang für Innovationsmanagement der DonauUni Krems; Berufslaufbahn: Kommunalkredit AG (Umweltförderungen im Inland), Weltbank (Global HIV-Aids Program), KWI Consultants = seit 2011 ConPlusUltra GmbH (seit 2007 Geschäftsführung) mit Beratungsschwerpunkt auf Umweltprojekte und Unterstützungs- bzw. Förderstrukturen, langjährige Erfahrung im Bereich kommunaler und regionaler Entwicklungsprozesse, seit 2008 Leadermanagement der Leaderregion Donauland-Traisental-Tullnerfeld


Ort
Rathausplatz 4, 3435 Zwentendorf an der Donau
Öffnungszeiten
8:00 - 17:00 Uhr