Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal

PROJEKT IN DER KONZEPTPHASE - KONZEPT WIRD ERST IN DER UMSETZUNGSPHASE VERÖFFENTLICHT

Die KEM Region „Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal“ ist eine Alpenregion mit einem großen Gebietsanteil am Nationalpark Hohe Tauern/Kärnten. Sie wird daher auch als das „Herz des Nationalparks“ bezeichnet. Wie alle weit von den Ballungsräumen gelegenen Täler ist die Region durch mangelnde Wirtschaftsentwicklung, Abwanderung, Brain Drain und Überalterung gefährdet. Auf der anderen Seite hat das Obere Mölltal etwas, was Städter/innen kaum mehr erleben können: ein gegenwartsorientiertes Leben voller geerdeter Komplexität und in enger Verbindung mit der Natur, welches der Suche nach Sinnhaftigkeit gerecht wird. Um diesen „ökologischen Ballungsraum“ dieses „Alpine Nature Campus“ auch im Klimawandel attraktiv und lebenswert zu erhalten, haben sich die Gemeinden Großkirchheim, Mörtschach und Winklern - seit 2016 bereits Partner im Regionalentwicklungsverein ProMÖLLTAL- zur nachhaltigen Weiterentwicklung auf Basis neuester Erkenntnisse zusammengeschlossen, um nun auch ihren Beitrag zum Klimaschutz (KEM) und zur Klimawandelanpassung. (KLAR!) zu leisten.

Besonderheiten: Die hochalpine Region mit ihrer sensiblen Geologie und ihrer naturnahe Bewirtschaftungsform leidet bereits unter den klimatischen Herausforderungen des Klimawandels. Es existieren jedoch in dieser Region viele Gemeinden-übergreifenden Potenziale im Bereich Energieerzeugung,-effizienz, erneuerbarer Energie und CO2-Reduktion. Deshalb bietet es sich für die drei Gemeinden an, energiespezifische Fragestellungen gemeinsam anzugehen und bereits vorhandenes Know-How im Energiebereich auszubauen bzw. zu innovieren.

Facebook: ProMÖLLTAL

Beteiligte Gemeinden: Großkirchheim, Mörtschach, Winklern


Modellregion seit 2019 Region befindet sich in der Umsetzungsphase 3348 EinwohnerInnen Website der Modellregion Ansprechperson:
Mag.Dr. Sabine Seidler
Ziele

Mit der Vision „Energieautarkes und klimafittes Leben und Arbeiten im ALPINE NATURE CAMPUS“ wird ein regionaler Beitrag zur Energiewende geleistet. Dabei wird die Region zur CO2 Neutralität und Energieautarkie hin entwickelt, der Anteil der erneuerbaren Energie bis 2050 auf 100% gesteigert, die Bewusstseinsbildung über CO2-Reduktion erhöht und Energieeffizienz, - einsparungen und Wärmerückgewinnung forciert. Durch die Maßnahmen werden auch die historisch wertvollen Ortskerne adressiert, um sie als Lebens- und Arbeitsräume zu attraktivieren und der Tendenz der Zersiedelung/Versiegelung entgegenzuwirken. Die Mobilität wird durch die Einbindung in ein überregionales Mobilitätsnetzwerk und verbesserte E-Mobilitäts-Infrastruktur bis hin zur „letzten Meile“ ausgebaut. Dazu gibt es in den 3 Nationalparkgemeinden regelmäßige Informationsveranstaltungen, Kreativprozesse und davon abgeleitete Geschäftsmodelle zur in-Wert- Setzung, die zum „Brain Gain“ führen.

Geplante Maßnahmen

Bewußtseinsbildende Maßnahmen wie Informationsveranstaltungen, Workshops, Exkursionen, KlimaschutzLABs und das Forum Anthropozän sollen die interessierte Bevölkerung über die Ziele unserer KEM-Region informieren und sie zur aktiven Beteiligung gewinnen. Weiters setzen wir Maßnahmen zur Versorgungssicherheit im Bereich energieeffizienter/-autarker kommunaler Gebäude, die Installierung von Energiespeichern für bestehende Photovoltaikanlagen und die Revitalisierung und Mustersanierung von alten historischen Gebäuden in den Ortskernen. Ziel unserer KEM ist auch, in den Nationalparkgemeinden die bestehenden Ölheizungen durch erneuerbare Wärme zu ersetzen und energieeffiziente Straßenbeleuchtung in den 3 Gemeinden so auszurichten, dass sie dem Lichtsmog vermindern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der klimafreundlichen Mobilität und der Umrüstung der Gemeindebauhöfe auf Elektro- und Akkugeräte. Darüber hinaus sind 2 Trinkwasserkraftwerke geplant. Mit einer Tauschbörse „Versorgen statt Entsorgen“ und dem Aufbau eines Vermarktungskonzeptes soll die regionale Vernetzung und Wertschöpfung angekurbelt werden.

Indikatoren

KategorieEinheit2020
Anteil Gemeinden in der Energieregion mit Energiemanagement für kommunale Gebäude und Anlagen%0,00
Anteil energieeffizienter Lichtpunkte in der Straßenbeleuchtung%81,80
PV installiert pro EWkWp/EW0,22
Energieberatungen für Haushalte und Betriebe pro 1000 EWAnzahl/1000 EW19,50
Genehmigte klimarelevante Bundesmittel über KPC für die Region pro EWEUR/EW20,10

Die Erfolgsindikatoren dienen der Darstellung des KEM Fortschritts anhand belastbarer Zahlen. Jede KEM wählt mind. 5 Indikatoren aus einem Indikatorenset von über 30. Diese Indikatoren werden ab 2020 jährlich erhoben. Wenn Sie mehr darüber Erfahren wollen, dann klicken Sie hier.



Ansprechperson

Foto Dr. Seidler
Mag.Dr. Sabine Seidler

KEM Klima- und Energiemodellregion Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal


 43-664-4509513
 kem.seidler@alpine-nature-campus.com

Berufliche Laufbahn

Studium der Wirtschaft und Kommunikationswissenschaften
Doktorat in Philosophie und Gruppendynamik
Seit 1998 Organisationsentwicklerin, Moderatorin und Lehrbeauftragte zum Thema Projektmanagement
Seit 2016 als Obfrau im Verein ProMÖLLTAL einschlägig mit den Entwicklungspotenzialen und Innovationen im ländlichen Bereich befasst
Gründerin des internationalen Forums Anthropozän im Nationalpark Hohe Tauern und Publikationen zum Thema Diversitätsmanagement in Verbindung mit Resilienz und Innovation
Erfahrung in der Konzeption und Abwicklung von EU geförderten Programmen, wie bspw. Gleichstellungsorientierte Führung, Social Entrepreneurs/Social Innovation und dem 8AProgramm für Alpenkonventionsgemeinden


Ort
Döllach 47, 9843 Großkirchheim
Öffnungszeiten
Mo – Mi 08.00 – 12.00 Uhr und nach Vereinbarung

„Es ist höchste Zeit vom Wissen ins Handeln zu kommen. Die Programme KEM und KLAR! unterstützen uns dabei“.

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