96 Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) in 841 Gemeinden setzen Klimaschutzprojekte um.

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Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen – stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Die österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen verfolgen genau dieses Ziel. Und sie sollen Vorbilder für andere Regionen werden. Die langfristige Vision: 100 % Ausstieg aus fossiler Energie.
Zentrales Element jeder Modellregion ist ein-e ModellregionsmanagerIn. Gemeinsam mit Partnern aus der Region werden Projekte in folgenden Bereichen umgesetzt.

  • Erneuerbare Energie
  • Reduktion des Energieverbrauchs
  • Nachhaltiges Bauen
  • Mobilität
  • Landwirtschaft
  • Bewusstseinsbildung

Klima-und Energie-Modellregionen ist ein Programm des Klima- und Energiefonds. Im Rahmen des Programms werden regionale Klimaschutzprojekte und das regionale Modellregionsmanagement ko-finanziert. Klima- und Energie-Modellregion zu sein bietet Zugang zu einem breiten Netzwerk sowie exklusiven Schulungen, Unterstützungen und Förderungen.

Modellregionen erkunden

Schwerpunktregionen

Im Zuge der KEM Ausschreibung 2019 wurde eine „Schwerpunktregion Tourismus“ gesucht.

In einem 2 stufigen Prozess haben sich in der ersten Stufe 9 Regionen beworben. Von diesen 9 Regionen hat eine Jury 3 Regionen ausgewählt. Diese 3 Regionen erarbeiten nun bis Mitte September 2020 ein Detailkonzept für die modellhafte Umsetzung von Klimaschutzprojekten im Tourismus. Von diesen 3 Regionen wird die Jury eine Region zur Umsetzung des Konzepts auswählen. Dafür steht mind. 1 Mio. Euro zur Verfügung.

Karnische Region

KEM Tourismus - Karnische Energie

In den drei Lebensräumen der Destination "Nassfeld-Pressegger See / Weissensee / Lesachtal" trägt der Ganzjahrestourismus mit seinen rund 2,2 Mio. Gästeübernachtungen bei rund 450.000 Gästeankünften pro Jahr einen großen Teil zur Wertschöpfung in der Region bei. Diese touristische Schwerpunktbildung kann nur nachhaltig sichergestellt werden, wenn für die Bevölkerung in den Tälern Perspektiven für Arbeitsplätze und Lebensqualität gegeben sind und den natürlichen Ressourcen ein besonderes Augenmerk geschenkt wird. Diese Schwerpunkte zu forcieren und weiter auszubauen, ist ein erklärtes Ziel der Tourismusorganisation. 

Der Bezirk Hermagor wird vorwiegend durch seine starke touristische Ausrichtung, einen guten Branchenmix im Bereich Gewerbe, Handwerk und seinem naturräumlichen Potenzial (Natura 2000-Gebiete, Geopark Karnische Alpen) geprägt.
Durch verschiedene Landschafts- und Angebotsqualitäten wird die Destination in drei Lebensräume eingeteilt, die große Nachhaltigkeitspotenziale haben und in denen gleichzeitig zahlreiche Projekte zur Steigerung der Lebens- und Umweltqualität umgesetzt werden.

Lebensraum Lesachtal:
Wie kaum eine andere Destination im Alpenraum ist dieses Tal – sommers wie winters – von Entschleunigung, Begegnungsqualität mit Einheimischen bzw. bäuerlichen Produzenten unter dem Begriff "Zeit für Dich" geprägt. Schon vor Jahren ausgezeichnet mit dem Prädikat „Landschaft des Jahres in den Alpen“ sorgen neue Projekte wie "Heilsame Landschaft Lesachtal" oder das Projekt „Slow Food Travel“ mit dem neuen Slow Food Presidi „Lesachtaler Brot“ eindrucksvoll für die Fortsetzung des Nachhaltigkeitsgedanken.

Lebensraum Weissensee:
Eine Region die Zeichen setzt und handelt! Die Verhinderung des Baus einer Durchgangstrasse, der Bau eines Ringkanals, die Einführung einer ökologischen Flächenbewirtschaftungsprämie, sind Zeugen eines beispielhaften Handelns. Der Weissensee ist  Mitglied der Alpine Pearls und mit diesem Prädikat ein besonderer Geheimtipp für Naturliebhaber und bietet ein umfangreiches Naturparkerlebnis-Angebot und die Nutzung des Sees als größte Natureisfläche Europas. Die Forcierung der autofreien Anreise inkl. einem umfassenden Bus-Shuttleangebotes zeigen, dass die strategische Ausrichtung des Lebensraumes auch künftighin von ressourcen-schonendem Handeln geprägt ist.

Lebensraum Nassfeld-Pressegger See:
Die Karnischen Alpen und Gailtaler Alpen im Lebensraum Nassfeld-Pressegger See bieten auf rd. 97% der Fläche touristische Rückzugsoasen und sind Bühne wie Kulisse für ausschließlich naturnahe Tourismusformen. Der Geopark Karnische Alpen, die zahlreichen Partner der Kooperation „Slow Food Travel Alpe Adria“, das zu einem Gutteil bereits umgesetzte Mobilitätskonzept inkl. Kärnten-Bahnhofsshuttle, sind Belege für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Rahmen von Tourismusprojekten und -angeboten. Das rund 3% der Fläche in den Karnischen Alpen technisch erschlossen sind und technisch unterstützter Bergtourismus neben dem naturnahen Tourismus existieren kann, sich diese Tourismusformen aufgrund der ständig größer werdenden Multioptionalität von Gesellschaften aber auch innerhalb von Familien, sogar wechselseitig unterstützen, zeigen die stetig wachsenden Gästeankünfte und Übernachtungen.

Jetzt
Modellregion
werden!

Möchten auch Sie die vorhandenen regionalen Ressourcen sinnvoll und nachhaltig für die Energieversorgung nutzen, die Energieeffizienz steigern und Energie sparen? Dann werden Sie jetzt Modellregion!

Das Ausschreibung ist derzeit geöffnet. Einreichschluss ist der 23.10.2020 bzw. 26.2.2021 für Investitionsprojekte.

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Projekt des Jahres 2020

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„Paris-Vorderwald: Vier Wochen lang ausprobieren, was die Weltpolitik in Paris beschlossen hat"

Auf dem E-Bike strampeln was das Zeug hält, bewusster einkaufen, möglichst saisonal, regional und vegetarisch kochen – 14 Haushalte aus der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) „Vorderwald“ im nördlichen Vorarlberg haben sich in Sachen Klimaschutz vier Wochen lang voll ins Zeug gelegt und konnten damit ihren ohnehin schon niedrigen CO2-Verbrauch deutlich weiter– nämlich um rund 20 Prozent - senken. Der Modellversuch zeigte, wie globale Klimaziele tatsächlich gelebt werden können.

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Managerin des Jahres 2020

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Monika Forster (Vorderwald)

Die „KEM-Managerin des Jahres“ des Klima- und Energiefonds wurde bei der 28. Schulungs- und Vernetzungsveranstaltung, die online abgehalten wurde, gekürt. Monika Forster ist seit 2010 im Energieinstitut Vorarlberg tätig und als solche verantwortlich für die Klima- und Energie-Modellregion Vorderwald. Forster stammt ursprünglich aus Bayern und studierte an der TU München Landschaftsökologie. Nach dem Studium arbeitete sie in den Bereichen Regionalentwicklung, Naturschutz, Dorferneuerung und Tourismusmarketing. Mit

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energieverbrauch

5200


Umsetzungsprojekte

elektroautos

600


Ladepunkte für E-Fahrzeuge

kems

841


Gemeinden in 96 Klima- und Energiemodellregionen

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