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Biosphärenpark Großes Walsertal

Das Große Walsertal strebt die Energieautonomie bis 2030 an und möchte sich insbesondere im Bereich Ökostrom und Biomasse sogar zur Energieexportregion entwickeln.

Besonderheiten: Zertifikat Biosphärenpark seit 2000, 1.e5-Region in Österreich seit 2001

Beteiligte Gemeinden: Blons, Fontanella, Raggal, Sonntag, St. Gerold, Thüringerberg


Verbindungstal zwischen Walgau und Bregenzerwald im Zentrum von Vorarlberg Modellregion seit 2009 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 1 192 km² 3488 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Albert Rinderer
Ziele

Erklärtes Ziel der Region ist es, den Energiebedarf im Tal maximal zu reduzieren und gleichzeitig nachwachsende Rohstoffe, Wasserkraft, Sonnenenergie und sonstige erneuerbare Energiequellen in einem solchen Umfang zu nutzen, dass sich das Große Walsertal zu 100% energieautonom versorgen und im Bereich Ökostrom und Biomasse sogar eine Ökoenergieexportregion werden kann. Als Zeithorizont haben wir uns dazu 2030 vorgenommen. Besondere Herausforderungen sind dabei die Geschwindigkeit bei den Gebäudesanierungen, der Bereich der Mobilität und vor allem auch die Einhaltung unseres Biosphärenparkleitbildes - Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur.

Bereits durchgeführte Maßnahmen

Als 1.e5 Region in Österreich haben wir in 16 Jahren bereits einen Umsetzungsgrad von 78% und damit das Maximum von 5e sowie den European Energy Award in Gold erreicht. Projekte wie die Installierung einer eigenen Energieberatungsstelle und einer eigenen regionalen Energieförderung, die Nachrüstaktion von thermischen Solaranlagen, die Durchführung einer Stromsparmeisterschaft und einer Thermografieaktion, regelmäßige Bürgerinformationen zum Thema Gebäudeneubau und -sanierungen, Durchführung von Machbarkeitsstudien für eine Hackschnitzellogistik und einer Biogasanlage, die Einführungen einer Energiebuchhaltung für alle Gemeindegebäude, neue Mehrzweckgebäude in Niedrigenergie- bzw. Passivhausstandard in Raggal, St.Gerold und Thüringerberg, Angebot von E-Carsharing in 3 Gemeinden, Erarbeitung eines regionalen Konzeptes für öffentliche Beleuchtung usw. waren wichtige Schritte auf diesem Weg. Besonders erfreulich ist die Erreichung des ersten Zieles Ökostromexport bereits im Jahre 2014, wo erstmals mehr Strom in Kleinwasserkraftwerken und PV Anlagen erzeugt wurde, als die ganze Region verbraucht.

Geplante Maßnahmen

Nach dem erfolgreichen Start mit dem Umsetzungskonzept bis 2013/2014 und der ersten Verlängerungsphase beginnt nun 2017 die zweite Verlängerungsphase mit einer kräftigen und für die Region sehr wertvollen Ausweitung der Energiemanagerfunktion.

Als Ergebnis der Planung für die nächsten 3 Jahre kommt zu den bisher bearbeiteten Bereichen nun ein weiterer Schwerpunkt mit dem Themenfeld Lebensstil dazu. Nachhaltigkeit bei öffentlichen Veranstaltungen, Nachhaltigkeit in der Nahversorgung durch Reduktion/Vermeidung von Plastiktaschen und -verpackungen, Reduzierung von Ressourcenverbrauch durch „Wiederverwenden statt Verschwenden“ mit einem geplanten Repaircafe und Tauschbörsen sind nun wichtige Projekte für diese 3 Jahre.

Gleichzeitig laufen die Anstrengungen in den bisherigen Themenfeldern weiter. Im Bereich Solarenergie sind der „Ausbau Solarthermie“ und „PV Beratung“ geplant, der Ökostromexport wird weiter abgesichert durch Umbau der Straßenbeleuchtungen gemäß unserem regionalen Konzept. Für das Ziel Ölkesselfreies Walsertal bis 2020 sollen bis zu diesem Zeitpunkt alle öffentlichen Gebäude mit erneuerbarer Energie beheizt und der Stellenwert der regionalen Biomasse weiter gestärkt werden. Im Themenfeld Mobilität bleibt das Thema Carsharing aktuell, um die in Bergregionen offensichtlich größeren Einführungshemmnisse zu überwinden, ebenso braucht der ÖPNV laufend Unterstützung bei der Bewerbung. Zusätzlich soll auch noch versucht werden, über Masterarbeiten weitern wissenschaftlichen Input für die Weiterentwicklung unserer Region zu bekommen.

Modellregions-ManagerIn

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Albert Rinderer

Regio Biosphärenpark Großes Walsertal


 43-5550-20360
 43-664-3069885  43-664-3069885
 albert.rinderer@aon.at

Berufliche Laufbahn

HTL Elektroingenieur, der sich seit 1986 speziell mit dem Thema Solarenergie und Erneuerbaren Energien beschäftigt und seit 2001 das regionale e5 Energieteam leitet. Durch die Tätigkeit im Hauptberuf im mittleren Management der Telekom sind Erfahrungen und Kenntnisse für die Koordination von Energieprojekten gegeben. Mit weiteren Ausbildungen als Energieberater und zertifizierter PV Planer kommen noch weitere fachliche Kompetenzen dazu.

Seit 2012 besteht ein Werkvertrag als Energiemanager im Umfang einer 20% Anstellung, ab 2017 erfolgt die Erhöhung auf 50%.


Ort
Jagdbergstraße 272, 6721 Thüringerberg

"Das Große Walsertal hat ausgezeichnete Voraussetzungen für die Entwicklung zu einer erneuerbaren Energieexportregion."