Gnas - St. Peter am Ottersbach

Neue Region

Die beiden südoststeirischen Gemeinden Gnas und St. Peter am Ottersbach verwirklichen ihre kleinregionale Energievision. Gemeinsam werden Projekte in den Bereichen erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Bewusstseinsbildung durchgeführt.

Besonderheiten: Kennzeichnend für die Region ist die von zahlreichen Gräben und Bächen durchzogene hügelige Geländeform (Südoststeirisches Hügelland). Ein weiteres Merkmal ist die vorherrschende und stark ausgeprägte Zersiedelung, welche besondere Anforderungen an ein ressourceneffizientes Energiesystem (wie auch bei der kommunalen Daseinsvorsorge) stellt. Die Siedlungsschwerpunkte liegen in den Zentren von Gnas und St. Peter am Ottersbach. Die ursprünglich bis 2014 dreizehn eigenständigen Gemeinden setzen sich aus zahlreichen Ortsteilen zusammen. So besteht Gnas nunmehr aus 27 Ortschaften und 14 Katastralgemeinden, St. Peter am Ottersbach aus 9 Ortschaften und 8 Katastralgemeinden.

Beteiligte Gemeinden: Gnas, Sankt Peter am Ottersbach


Modellregion seit 2016 Region befindet sich in der Konzeptphase 9062 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
DI (FH) Alois Niederl
Ziele

Ziel des Projektes der KEM Gnas - St. Peter am Ottersbach ist die Durchführung von Projekten in den Bereichen erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Bewusstseinsbildung. Neben den Gemeinden werden Betriebe, Landwirte sowie die Bevölkerung in die Maßnahmen eingebunden. Alle Akteure sollen von der Energieeinsparung, Effizienzsteigerung, regionalen Wertschöpfung und Bewusstseinsbildung profitieren. Begleitet werden die Projekte von einem professionellen Modellregionsmanagement. Durch die KEM werden:

  • Vorbild-Projekte initiiert und diese über die Regionsgrenzen hinaus bekannt gemacht,
  • eine fundierte Wissensbasis für die Umsetzung innovativer Energie-Projekte geschaffen,
  • eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung gefördert,
  • Sanierungs-Projekte auf Best-Practice-Niveau umgesetzt,
  • Anreize zum bewussteren Umgang mit Energie geschaffen,
  • die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert,
  • eine Bewusstseinsbildung in Gemeinden, Betrieben, Landwirten und der Bevölkerung herbeigeführt,
  • und ein Beitrag zur Energiewende auf regionaler Ebene geleistet.
Bereits durchgeführte Maßnahmen

Gnas

  • Teilweise Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Errichtung von 2 Elektrotankstellen am Hauptplatz
  • Errichtung eines der ersten großen Biomassenahwärmenetzes in Österreich im Jahr 1994/95: 3,75 MW; 80 Abnehmer; 5,5 km Trassenlänge (inkl. 440 m² thermischer Solaranlage und 30 kWp PV-Anlage)
  • 100 % Anschluss der öffentlichen Gebäude im Zentrum von Gnas an die Biomassenahwärme
  • Ausstattung des Freibades mit einer thermischen Solaranlage
  • Ausstattung der Volksschule sowie der Kläranlage mit einer Photovoltaikanlage
  • Vermietung der Dachflächen der Mehrzwecksporthalle für eine Photovoltaikanlage
  • Studie über die Optimierung der regionalen Wertschöpfung im Bereich der Landwirtschaft und Energieversorgung (TU Graz)
  • Energie-Infoveranstaltungen in Gnas und Poppendorf
  • Biogasanlage in Ebersdorf (500 kW)
  • rund ein Dutzend 200 kWp Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen und gewerblichen Dachflächen
  • gemeinsamer Stromeinkauf der ehemals eigenständigen Gemeinden
  • Teilnahme am Projektantrag „e-Carsharing im Steirischen Vulkanland“


St. Peter am Ottersbach

  • Teilweise Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Biomassenahwärmenetz im Zentrum von St. Peter und 100 % Anschluss der öffentlichen Gebäude im Zentrum
  • gut ausgebaute Rad- und Fußwegenetze
  • Energie-Infoveranstaltungen in St. Peter
  • Biogasanlage in Perbersdorf (500 kW)
  • rund ein halbes Dutzend 200 kWp Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen und gewerblichen Dachflächen
  • Teilnahme am Projektantrag „e-Carsharing im Steirischen Vulkanland“
Geplante Maßnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsbildung (Infoveranstaltungen und Vortragsreihe KLIMA-ENERGIE für die Bevölkerung)
  • Errichtung von eigenverbrauchsoptimierten PV-Anlagen auf öffentlichen/gewerblichen Gebäuden/Anlagen
  • energieeffiziente kommunale Straßenbeleuchtung
  • Sanierungskonzepte für Gemeindeobjekte inkl. Energiemonitoring
  • Etablierung Elektromobilität
  • Ausbau regionale Biomassenahwärmeversorgung
  • Energiesparaktionen
  • Energieeffizienz in der Landwirtschaft
  • Nutzung agrarischer Reststoffe und Stilllegungsflächen
  • innovative Energiekonzepte für Betriebe

Modellregions-ManagerIn

Alois Niederl 2016
DI (FH) Alois Niederl

LEA GmbH

 43-3152-8575/508
 niederl@lea.at

Berufliche Laufbahn
  • Mitarbeiter der Lokalen Energieagentur - LEA GmbH
  • Projektleiter LEA GmbH: Energieberater,
  • Bauthermograf,
  • zertifizierter Sachverständiger für PV-Anlagen,
  • Lichttechniker,
  • Förderungsmanagement,
  • F&E

 

 

Ausbildung:

  • FH Joanneum, FH Pinkafeld
  • Diplomarbeit "Methoden zur Erstellung einer Energiemodellregion"

 


Ort
Auersbach 130, 8330 Feldbach
Öffnungszeiten
Mo.-Do. 8-17, Fr. 8-12
"Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bewirken eine enorme Steigerung der regionalen Wertschöpfung sowie einen bewussteren Umgang mit Energie bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten für unser Energiesystem."