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Elsbeere Wienerwald

Die Region Elsbeerre Wienerwald ist gemeinsam mit der Gemeinde Pressbaum nun Klima- und Energiemodellregion. Die Region die vom Wienerwald bis vor die Stadtgrenzen von St. Pölten reicht, ist stark vom Wiener Umland beeinflusst.

Besonderheiten: Der Wienerwald als Erholungsraum ist breit bekannt. Zusätzlich sind im westlichen Teil der Region die markanten alten Elsbeerbäume beheimatet. Aus der Elsbeere werden kreative und ausgefallene Produkte entwickelt.

Beteiligte Gemeinden: Altlengbach, Asperhofen, Böheimkirchen, Brand-Laaben, Eichgraben, Kasten bei Böheimkirchen, Kirchstetten, Maria-Anzbach, Michelbach, Neulengbach, Neustift-Innermanzing, Pressbaum, Pyhra, Stössing


westlicher Wienerwald, östliches Mostviertel Modellregion seit 2011 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 2 455 km² 37334 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
DI Matthias Zawichowski
Ziele

1. Sanierung und Effizienz

Ein wesentlicher Schwerpunkt bei der Realisierung einer nachhaltigen Energiezukunft ist der Bereich Energieeffizienz. Dies betrifft sowohl die öffentlichen und privaten Gebäude als auch die Betriebe. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, setzt sich die Region das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 25 % der öffentlichen Gebäude eine Energiekennzahl kleiner als 60 kWh/m².a aufweisen. Die Grundlage zur Messung dieses Zieles ist der Energieausweis und die Aufzeichnungen aus der Energiebuchhaltung. Erfassung der öffentlichen Gebäude in der regionalen Energiebuchhaltung und Ausarbeiten von Empfehlungen zu Verbesserung der Energieeffizienz der öffentlichen Gebäude. 

2. Erneuerbare Energie

Hier sollen die Potentiale der Region ausgenutzt und forciert werden. Diese Potentiale setzen sich aus der Nutzung von Gras und Gülle etc. zur Erzeugung von Biogas, den Windpotentialen, den Photovoltaik-Flächen, den Ressourcen für Kleinwasserkraftwerken, den freien Flächen zum Anbau von Energiepflanzen, den geeigneten Gebäuden für Solarwärmeanlagen und Steigerung der Energieholznutzung zusammen.
Ziel ist es, den Eigenversorgungsgrad bei Wärme bis ins Jahr 2020 auf 90 % und bei Strom auf 100 % zu steigern.

3. Mobilität

Hier stehen die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (Einsatz von Car-Sharing), die Reduktion der fossilen Treibstoffe und die Reduktion der Verbrauchssteigerung im Vordergrund. Weiters soll der Radverkehrsanteil und die Anzahl der Elektrofahrzeuge (insbesondere Zweitfahrzeuge) gesteigert werden.

4. Innovative Geschäftsmodelle, Förderberatung und Folgeprojekte

Die Bildung von Einkaufsgemeinschaften für PV-Anlagen und die Bildung von Kooperationsgruppen zur Errichtung von PV-Anlage werden in diesem Themenpunkt behandelt. Zusätzlich sollen Interessierte BürgerInnen über verschiedenste Fördermöglichkeiten informiert werden. Ein Teil dieses Themenblockes ist auch die Akquisition von Folgeprojekten.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Dieser Themenblock beinhaltet Ziele wie das Organisieren einer Energie-Exkursion oder das gestalten von Energienachmittagen mit unterschiedlichsten Themenschwerpunkten (zB Dämmung, Mobilität,…). Es werden auch Informationen zu den Themenbereichen im Energie-Newsletter, in den Gemeindezeitungen und im Web kommuniziert. Weiterhin werden in kommunalen Einrichtungen Gemeindebedienstete für das Thema Energiesparen sensibilisiert.

Bereits durchgeführte Maßnahmen

Das regionale Energiekonzept wurde mittels Leader-Fördermitteln erstellt. Auf Basis dieser Strategie wurden bereits in der Anfangsphase die ersten Maßnahmen ergriffen und auch umgesetzt. Weitere Maßnahmen folgten in der Umsetzungs- und Weiterführungsphase. Einige dieser Maßnahmen waren:

  • Errichtung von Nah- und Fernwärmeanlagen (Kirchstetten, Neulengbach, Brand-Laaben, Böheimkirchen, Stössing etc.)
  • Errichtung von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden (Asperhofen, Altlengbach, Böheimkirchen, Eichgraben, Brand-Laaben, Michelbach, Stössing etc.)
  • Errichtung von Photovoltaikanlagen auf privaten Gebäuden (Aktion „Melde mein Sonnendach“ und Kooperationsprojekt mit einer Bank und einem Betrieb)
  • Umsetzung Mikro ÖV Studie inkl. Implementierung  (Stössing, Michelbach, Kasten)
  • Sanierungsmaßnahmen bei öffentlichen Gebäuden (Gemeindeamt Kirchstetten – Mustersanierung, NMS Laabental – thermische Sanierung, Fenster- und Türentausch, KIGA Eichgraben – Neuerrichtung Niedrigenergiehaus etc.)
  • Heizkesseltausch (Feuerwehr Jeutendorf, NMS Eichgraben, VS Michelbach, VS Fahrafeld etc.)
  • LED Straßenbeleuchtung (Neulengbach, Stössing)
  • Schulprojekte (Klimaschulen und Talente Regional)
  • Elektromobilität (Elektroauto-Rundfahrten 2011 und 2012; Start der WAVE 2013; Car-Sharing Projekt, Installation von Ladestationen etc.)
  • Energiebuchhaltung laut NÖ EEG 2012 für mehr als 80 öffentliche Gebäude
Geplante Maßnahmen

Es sind in der Region auch weiterhin Maßnahmen im Mobilitätsbereich geplant – vor allem im Themenbereich Elektromobilität. Es sollen weitere Ladestationen in den Gemeinden errichtet und ev. ein zweites E-Car Sharing Auto installiert werden. Auch der kommunale Fuhrpark der Gemeinden soll unter die Lupe genommen werden. Zur Deckung des Strombedarfs sollen Anlagen zur Stromversorgung forciert werden. Weiters sollen die nicht genutzten regionalen Ressourcen aktiviert werden. Dazu zählt zB die Biomassemobilisierung aus dem Kleinwald und der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Dämmung.

Auch Nutzungskonzepte für die ökologische und nachhaltige Kulturraumpflege sollen erarbeitet werden. Ein Ausbau bzw. eine Erweiterung der Energiebuchhaltung ist ebenso geplant wie das Vorhaben, Teile des Tourismus nachhaltig zu gestalten.

Modellregions-ManagerIn

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DI Matthias Zawichowski

Verein Region Elsbeere Wienerwald


 43-2772-55297
 43-676-7509022  43-676-7509022
 zawichowski@elsbeere-wienerwald.at

Berufliche Laufbahn

DI Matthias Zawichowski ist ausgebildeter Raumplaner und hat sich seit seinem Studienabschluss für die Systemzusammenhänge zwischen Siedlungsgefüge, Energie und Abfall interessiert. 2002 gründete er im-plan-tat Reinberg und Partner - Technische Büro für Raumplanung.

 


Ort
Hauptplatz 2/9, 3040 Neulengbach

"Nichts ist so wertvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."

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