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Nachhaltiges Saalachtal

Die zehn Gemeinden des Saalachtales sind bestrebt, mit möglichst breiter Einbindung der Bevölkerung ihre Region nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Umfassende Bewusstseinsbildung mit den verschiedensten Zielgruppen – allen voran den Kindern und Jugendlichen – gehört ebenso dazu wie eine eingehende Auseinandersetzung mit den Energiepotentialen der Region. Auch sanftere Formen von Mobilität sind ein zentraler Baustein im gemeinsamen Bestreben, die Energiewende in der Region voranzutreiben.

Besonderheiten: Das Saalachtal und seine Gemeinden sind zum größten Teil touristisch geprägt. Auch die Landwirtschaft und der Naturraum haben einen hohen Stellenwert in der Region, vor allem für die Identität und Selbstwahrnehmung. Mit Saalfelden liegt auch die drittgrößte Stadt des Landes im Saalachtal, geprägt von einer dynamischen Kulturszene und vielen innovativen Betrieben. Diese Elemente des Lebens und Wirtschaftens im Saalachtal unter dem Ziel des Klimaschutzes zu vereinen ist Ziel und Anspruch der KEM.

Beteiligte Gemeinden: Dienten am Hochkönig, Lofer, Maishofen, Maria Alm am Steinernen Meer, Saalbach-Hinterglemm, Saalfelden am Steinernen Meer, Sankt Martin bei Lofer, Unken, Viehhofen, Weißbach bei Lofer


Saalfeldener Talbecken Modellregion seit 2012 Region befindet sich in der Weiterführungsphase 2 785,19 km² 32315 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Alois Schläffer
Ziele

Gemeinsam mit den zehn KEM Gemeinden wurden in einem partizipativen Prozess folgende zehn Arbeitsschwerpunkte für die Weiterführung in den nächsten drei Jahren (2020-2023) geplant:

1)      Bewusstseinsbildung & Öffentlichkeitsarbeit

2)      Sensibilisierung Jugend und Schule

3)      Multimodaler Verkehr / Sharing Mobility

4)      Förderung E-Mobilität

5)      Energiepotenziale der Region analysieren und nutzen

6)      Solare Nutzung

7)      Nachhaltige Gebäude (kommunal/betrieblich/privat)

8)      Ressourceneffizienz in Gemeinden

9)      Blühendes Saalachtal

10)   Regionale Produkte und Wertschöpfung in der Region

Bereits durchgeführte Maßnahmen

Bewusstseinsbildung

  • Zahlreiche Veranstaltungen z.B. „Was sucht der Gast in Zukunft?“, „Radikal Regional“, „Klima- und Umweltschutz & gewinnorientiert Wirtschaften: (K)Ein Widerspruch,“ „Raus aus dem Öl, rein ins solare Zeitalter,“ „Wirtschaft neu gedacht,“ Klimafilmtage Saalfelden, Winterfilmfestival Weißbach
  • Über 150 Workshops und Projekte an allen Schulen der Region
  • Klimaschulen-Projekte 2018-2019 und 2019-2020 mit insgesamt 7 Schulen

Erneuerbare Energien

  • PV-Sammelbestellung: In Kooperation mit dem SIR sowie drei Elektro-Unternehmen der Region wurde ein 3 kWp-PV-Package zusammengestellt. Die ersten Anlagen wurden im Juli 2018, die letzten im April 2019 montiert.
  • Dank organisatorischer & fachlicher Unterstützung der KEM und der KEM-PV-Förderung konnten mehrere große PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden errichtet werden (Kiga + Freibad in Saalbach, NMS Lofer, Sportplatz Saalfelden).
  • In Kooperation mit LEADER Saalachtal wurden im September 2018 34 Bushaltestellen im Saalachtal mit Solarbeleuchtungsmodulen ausgestattet.

Energieeffizienz:

  • Thermografie-Aktionen 2018 + 2019: Private Haushalte, Gemeinden und Unternehmen konnten sich bei der durch die KEM organisierten und geförderten Thermografie-Aktion anmelden und ihre Gebäude auf thermische Schwachstellen in der Hülle analysieren lassen.
  • Energiefrühstück für Unternehmen: Von der KEM organisierte & finanzierte Frühstückstreffen boten Unternehmen die Gelegenheit, sich zu den Themen E-Mobilität, erneuerbaren Energien etc. zu informieren, Kontakte zu knüpfen sowie erste Beratungsgespräche mit Energieberater*innen durchzuführen.

Mobilität:

  • Carsharing Weißbach: Seit September 2017 gibt es in Weißbach ein von der KEM initiiertes und von dieser auch verwaltetes E-Car-Sharing.
  • Mit der organisatorischen & fachlichen Unterstützung der KEM bzw. auch der KEM-E-Infrastrukturförderung konnten mehrere E-Ladestationen errichtet werden (Maria Alm, Weißbach, Unken).
Geplante Maßnahmen
  • Allgemeinde bewusstseinsbildende Aktivitäten (Vorträge, Filmreihen, Marktstände, Schwerpunkttage Klima etc.)
  • Weiterführung des Angebotes für Schulen und Kindergärten (Klimaschul-Programm, zusätzliche Angebote, Peer-Learning-Initiativen etc.)
  • Forcierung einer stärkeren Nutzung der erneuerbaren Energieträger in der Region durch Analysen, Bürgerbeteiligungen, Unterstützung von Entscheidungsfindungsprozessen
  • Bearbeitung des Mobilitätsthemas durch Förderung der multimodalen Nutzung (insbesondere touristische Anreise) und der E-Mobilitäts-Angebote in der Region
  • Nachhaltigkeit im Gebäudesektor und im Gemeindewesen
  • Förderung naturnaher Blühflächen in den Gemeinden
  • Unterstützung von Initiativen zur regionalen Wertschöpfung und Förderung regionaler Produkte

Indikatoren

KategorieEinheit2019
PV installiert pro EWkWp/EW0,16
Anteil kommunaler E-Fahrzeuge/Biogasfahrzeuge am Bestand%2,40
Anteil neu zugelassene mehrspurige E-KFZ (rein batteriegetrieben)%3,20
Energieberatungen für Haushalte und Betriebe pro 1000 EWAnzahl/1000 EW5,76
Genehmigte klimarelevante Bundesmittel über KPC für die Region pro EWEUR/EW32,20

Die Erfolgsindikatoren dienen der Darstellung des KEM Fortschritts anhand belastbarer Zahlen. Jede KEM wählt mind. 5 Indikatoren aus einem Indikatorenset von über 30. Diese Indikatoren werden ab 2020 jährlich erhoben. Wenn Sie mehr darüber Erfahren wollen, dann klicken Sie hier.



Modellregions-ManagerIn

Alois Schlaeffer
Alois Schläffer

 43-664-88225039
 schlaeffer@nachhaltiges-saalachtal.at

Berufliche Laufbahn

Nach 7 Jahren in der internationalen Zusammenarbeit – zuletzt als Projektleiter für ein Klimawandelanpassungsprojekt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (GIZ) in Tadschikistan – nach Österreich zurückgekehrt, und nach 3 Jahren beim alpS Zentrum für Klimawandelanpassung in Innsbruck schließlich in den heimatlichen Pinzgau, um hier vor Ort gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben.


Ort
Unterweißbach 36, 5093 Weißbach bei Lofer

"Der Klimawandel ist nicht nur die vielzitierte „größte Herausforderung unserer Zeit“, sondern auch eine Chance, unsere Region und unser Zusammenleben nachhaltiger, ressourcenschonender und lebenswerter zu machen. Lassen wir sie nicht ungenützt!"

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