Mittleres Raabtal 01 Panorama

"Wirtschaftsregion mittleres Raabtal"

In enger Kooperation mit den zahlreich vorhandenen Gewerbebetrieben der KEM werden Maßnahmenpakete geschnürt und zur Umsetzung gebracht. Das Motto der KEM lautet: „Die lokalen Wirtschaftsbetriebe als Schuhlöffel für 100 % eigene Energieversorgung der Region“.

Besonderheiten: Die KEM liegt im oststeirischen Hügelland und in der Region Steirisches Vulkanland. Prägend für die Region ist das Sohlental der Raab und das umschließende Hügelland. Die Raabtalachse gilt als Hauptverkehrsweg der Region. Diese verbindet Gleisdorf (Verkehrsknotenpunkt, Autobahnanschluss) mit Ungarn. Zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe haben sich in den letzten Jahrzehnten entlang des mittleren Raabtales angesiedelt. Daneben spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle.

Beteiligte Gemeinden: Eichkögl, Feldbach, Kirchberg an der Raab, Paldau


Modellregion seit 2015 Region befindet sich in der Umsetzungsphase 148.260 km² 22089 EinwohnerInnen Website der Modellregion Modellregions-ManagerIn:
Ing. Geschäftsführer Karl Puchas
Ziele

Durch die KEM werden:

  • Vorbild-Projekte initiiert und diese über die Regionsgrenzen hinaus bekannt gemacht,
  • eine fundierte Wissensbasis für die Umsetzung innovativer Energie-Projekte geschaffen,
  • eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung gefördert,
  • Sanierungs-Projekte auf Best-Practice-Niveau umgesetzt,
  • Anreize zum bewussteren Umgang mit Energie geschaffen,
  • die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert,
  • eine Bewusstseinsbildung in Gemeinden, Betrieben, Landwirten und der Bevölkerung herbeigeführt,
  • und ein Beitrag zur Energiewende auf regionaler Ebene geleistet.
Bereits durchgeführte Maßnahmen

Energievision 2025:
Die Energievision Vulkanland 2025 wurde im Jahr 2007 erarbeitet. Das übergeordnete Ziel lautet: 100% Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie aus der Region.

Mobilitätsvision:
Diese Vision zeichnet das wünschenswerte Bild einer zukunftsfähigen Entwicklung der Mobilität im Steirischen Vulkanland im Jahr 2025.

Ressourcen- und Klimastrategie:
In der Strategie werden Lösungsvorschläge für eine lebensfähige Landwirtschaft und einen Ressourcenwandel gegeben.

Bodencharta:
Die Bodencharta wurde von zahlreichen Entscheidungsträgern des mittleren Raabtales unterzeichnet. Die Unterzeichner verpflichten sich zum aktiven Bodenschutz.

Europäische Handwerksregion:
Zahlreiche Betriebe des mittleren Raabtales haben sich zusammengeschlossen um gemeinsame Aktionen zur Aufwertung des Handwerks durchzuführen und Leitprodukte zu entwickeln.

Aktion "Goodbye Standby":
Mehrere Betriebe aus dem mittleren Raabtal starteten die Energiespar-Aktion "Goodbye Standby". Ein Paket aus Steckerleisten und Zeitschaltuhren wurde entwickelt, mit welchem Standby-Verluste eingedämmt werden können.

Aktion Glühbirnen-Freiheit Raabau:
Die ehemalige Gemeinde Raabau wurde durch die Initiative „Erste Glühbirnenfreie Gemeinde Europas“ weit über die Grenzen der Region bekannt.

Photovoltaik-Initiative mittleres Raabtal:
Die PV-Initiative sorgte im mittleren Raabtal für 1,1 Gigawattstunden Sonnenstrom. Umgesetzt wurde die Initiative von Betrieben des mittleren Raabtales.

Raabtaler Energiewandertag:
Durch sechs ehemalige Gemeinden (Kirchberg an der Raab, Oberstorcha, Paldau, Gniebing-Weißenbach, Feldbach und Raabau) führte der Raabtaler Energieradwandertag, bei welchem besondere Energieprojekte des Raabtals präsentiert wurden.

Geplante Maßnahmen

Die Schwerpunkte der KEM liegen in

  • der nachhaltigen Stromversorgung (Ausstattung öffentlicher und gewerblicher Gebäude mit einer PV-Anlage),
  • dem Ausbau der Nahwärmeversorgung (Biomasse als wichtigster regionaler Rohstoff),
  • der Energieeffizienzsteigerung (innovative Energiekonzepte für Betriebe und Landwirte),
  • der Einführung eines Energiemonitoringsystems in Gemeinden (Erfassung aller gemeindeeigenen Gebäude, Bewertung des Ist-Standes, Ableitung Handlungsempfehlungen),
  • der Sanierung öffentlicher Gebäude (Erstellung von Sanierungskonzepten auf Basis der Leitlinien der Mustersanierung),
  • der Etablierung der E-Mobilität in der Region (Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote, Einbindung HAK Feldbach, Errichtung E-Tankstellen)
  • und der Bewusstseinsbildung bei Gemeindevertretern, Vereinen, Schulen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben und der Bevölkerung (Vorträge, Info-Veranstaltungen, Innovations-Workshops, Energie-Aktionen, Aufbau von Netzwerken, breite Öffentlichkeitsarbeit, Maturaprojekt).

Modellregions-ManagerIn

foto karl puchas
Ing. Geschäftsführer Karl Puchas

LEA GmbH


 43-3152-8575/505
 puchas@lea.at

Berufliche Laufbahn

Leiter bzw. Geschäftsführer der Lokalen Energieagentur seit 1996, Energieberater: F-Kurs, WIN-Konsulent, klima:aktiv Kompetenzpartner, Dipl. Energie Autarkie Coach, Dipl. Energie- und CO2-Manager, Dipl. Consultant für Erneuerbare Energie, NÖST-Kompetenzknoten Biogas, Befähigungsprüfung Ingenieurbüro Installationstechnik und Unternehmensberatung, Masterstudium „Energie Autarkie Engineering und Management“, Donauuniversität Krems, HTBL-Weiz Maschinenba


Ort
Auersbach 130, 8330 Feldbach
Öffnungszeiten
Mo-Do: 8 bis 17 Uhr, Fr: 8 bis 12 Uhr

„Die Energievision der Region Steirisches Vulkanland wird durch die KEM Wirtschaftsregion mittleres Raabtal im kleinregionalen Maßstab umgesetzt. Dabei werden die Stärken der Region berücksichtigt und zu regionalen Lösungen übergeführt.“